Und, wie bereits weiter oben angerissen, hängen die osteolytischen Schäden vom Myelomtyp (asektorisches MM lässt sich nicht im Serum nachweisen) und der Verteilung (difus/fokal) ab, bei ansonsten gleichen Serumswerten. Meist sind fokale Anhäufungen mit besserem Behandlungsoutcome gleichzusetzen. Frühe Knochenschäden sind also eher günstig in der Prognose, was ja auch logisch ist, weil man nur einen oder wenige Herde hat wie in einem difus verteiltem MM, in der die Gesamttumorlast viel höher sein kann, ohne dass man davon etwas merkt, weil die lokale Konzentration noch nicht für sichtbare Schäden ausreicht. Eine difuse Verteilung wird also eher andere CRAB Kriterien zuerst auslösen wie ein Plasmozytom (fokal). Meistens hat man aber eine Mischung aus Beidem, ist also individuell verschieden, je nach genetischer Deformation der Myelomzellen. Birgit, kann man bei dir ein asekretorisches MM ausschließen, erzeugt dein MM also monoklonale Leichtketten und Schwerketten (M-Gradient)?
Letzte Änderung: 02 Juli 2024 19:38 von miregal.