Es ist eine schlimme Krankheit aber man darf sich nicht verückt machen. Betreibe Sport, lies ein spannedes Buch oder treff dich mit deiner Familie um Ablenkung zu finden. Ganz wichtig, nicht zuviel im Internet lesen, v.a. nicht abends sonst schläft man die ganze Nacht nicht. Die meisten Therapieoptionen die im Netz rumschwirren, wenn sie dann irgendwann nötig würden, sind gerade beim Myelom hoffnungslos veraltet. Vor allem was Kurven mit Survivalraten etc. angeht, man spricht heute nicht mehr von Monaten, sondern Jahren bzw. Jahrzehnten. Einer unserer Myelom"päpste" sprach kürzlich von 12 Jahren mittlere Überlebensrate, und das gezählt ab Behandlungsbeginn. Überlebensraten beschreiben ja immer einen Blick in die Vergangenheit, heutige Theapien in der Pipeline weiß noch keiner ob sie sogar gewisse oder überwiegende Heilungschancen bieten.
Ich hatte nach der Erstdiagnose bzw. Klinikaufenthalt wegen Frakturen, darüber gegrübelt, ob ich den Garten noch herrichten soll oder nicht. natürlich habe ich es gemacht, und das half mir sehr über den Erstschrecken hinwegzukommen. Nach der Bestrahlung war ich bereits klinisch "clean", da fing das Leben wieder neu an, wohlwissend, dass das Myelom zurückkommt. Jetzt 7 Jahre später bin ich wieder in CR, hab den ganzen Rücken verschraubt und gehe wieder Skitouren, Tiefschneefahren und langlaufen ...
Letzte Änderung: 29 März 2021 19:37 von miregal.