Hänge mich an diesen Thread, um nicht noch einen neuen zu eröffnen. Bei uns wird das Paraprotein ja meist nicht extra bestimmt. Wir haben in der Regel Gesamtprotein sowie IgG, IgA und IgM. Bei einer meiner Kontrollen wurden aber auch die gebundenen (!) Leichtketten LK ermittelt:
kappa 12,53 g/l,
lambda 0,45 g/l,
Quotient 27,84 (Referenzbereich 1,29-2,61);
Summe LK 12,98 g/l.
IgG 39,1 g/l (99 % der Antikörper!),
IgM 0,22 g/l,
IgA 0,19 g/l.
Ziehe ich die ca. 0,135 g/l an LK ab, die in den gesunden, polyklonalen (im Verhältnis kappa:lambda = 2:1) IgA u. IgM gebunden sind, bleiben rd. 12,845 g/l LK in den IgG, mit 0,405 Rest an lambda-LK. Dann können aber nur rund 1,215 g/l LK in NICHT monoklonalen IgG gebunden sein bzw. "in extremis" zw. 0,93 und 1,46 (bei Quotienten zw. 1,29 und 2,61). Die monoklonalen Antikörper (= mein Paraprotein) würden dann noch 88,6 bis 92,8 (Mittel: 90,5) % einnehmen; ergäbe einen M-Gradienten von 39,1*0,905 ~ 35,4 g/l. (+- vielleicht 1,0 g/l, wenn man noch Messtoleranzen einräumt.)
Stimmt das so? Habe ich irgendwo einen Denkfehler?
(Wichtige Anm. zur Sicherheit: nicht mit den freien LK, FLC, verwechseln, bei denen schaut's viel freundlicher aus.) (Anm. 2: das müssten dann bei mir 39 % des Gesamtproteins im Serum sein (?)!)
(Anm. 3: die funktionalen IgG lägen dann nur bei maximal (!!) 4,5 - Ref.: 7,0...16,0 - g/l.)
DANKE fürs Mitdenken
Diagnose MGUS/ IgG kappa im Mai 2019
Mittelwerte/ aktuelle Werte BLUT (5.9.22):
IgG 37,2 (Ref.: bis 16,0), aktuell: 35,8;
IgA 0,16, akt.: 0,15 (ab 0,70); IgM 0,26, akt.: 0,31 (ab 0,40); Gesamteiweiß 87,3 (ca. 60-80), akt.: 87 [alles g/l].
FLC aktuell: kappa 21,6 (Ref.: bis 19,4), lambda 8,8 (ab 5,7) mg/l, kappa/lambda 2,5 (bis 1,65).
CRAB neg.; B2M β2-Mikroglobulin 2,2 (Ref. bis ca. 2,7) mg/l, CRP sehr niedrig, LDH im Rahmen.
Nikolaus