Hallo,
bei meiner letzten Kontrolle wurde ja ein kleiner 2. M-Gradient in der Elektrophorese ermittelt.
Jetzt habe ich mal nachgeforscht und eine Arbeit der Mayo Klinik gefunden in der über das Auftreten von sekundärem MGUS nach Therapien, insbesondere nach SZT berichtet wird.
Von 1990 bis Ende 2009 wurden 1942 Patienten untersucht (beobachtet). Von diesen entwickelten 128 (6,6%) ein sekundäres MGUS, das vom ursprünglichen Clone des MM unterschiedlich war.(Iso Type switch).
Insbesonders nach Stammzelltransplantationen entwickeln mehr Patienten ein sekundäres MGUS (22,7%). Das sekundäre MGUS taucht im Mittel 12 Monate nach Diagnose auf (2-63 Monate).
Die mittlere Dauer des sekundären MGUS ist 5,9 Monate. (d.h. es verschwindet meist wieder).
Sekundäres MGUS ist ein günstiger Faktor für ein längeres Gesamtüberleben und zwar unabhängig vom Jahr der Diagnose, vom Alter, vom Stadium und von der Nierenfunktion.
Hier der ganze Bericht über die Mayo Forschung zu diesem Thema:
bloodjournal.hematologylibrary.org/content/118/11/2985.full
Bei wem wurde denn noch ein sekundäres MGUS bzw. sekundäre monoklonale Gammophatie festgestellt? Das kann glaube ich vorwiegend in Studien festgestellt werden, weil man da engmaschiger kontrolliert wird.