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Margret antwortete auf An alle Angehörigen
01 Feb. 2011 15:27
  • Margret
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    31 Juli 2026
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Liebe Tanja,

auch von mir eine stille Umarmung und viel Kraft, mit den schmerzhaften Verlusten fertig zu werden und sie in dankbare Erinnerungen verwandeln zu können.

Mit lieben Grüßen,
Margret

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Ich kann Tanja und Walter aus eigener Erfahrung nur zustimmen:

Es ist für die Angehörigen unendlich tröstlich, mit sich selbst im Reinen zu sein und nach bestem Wissen und Gewissen alles für den Patienten getan zu haben. Das hilft bei der Bewältigung der Trauer sehr. Viele Hinterbliebene leiden zusätzlich zu ihrer Trauer unter oftmals zwar unbegründeten aber dennoch belastenden Selbstvorwürfen: "Hätte ich doch nur..." Denn: Es ist immer zu früh zu spät.

Während der Phase der Begleitung in schwerer Krankheit geraten Angehörige aber oft an ihre Grenzen und müssen aufpassen, sich nicht selbst zu vergessen. Andererseits ist es unglaublich, welche Kräfte einem in schweren Zeiten zuwachsen und wozu Liebe fähig ist... Wir sollten auch das nicht unterschätzen.

Zwischen "alles menschenmögliche tun" und "auf sich selbst aufpassen" die richtige Balance zu finden, ist die Kunst. Manchnal gelingt es einem mehr, manchmal weniger...

Allen hier alles Gute und liebe Grüße,
Margret


TanjaB. antwortete auf An alle Angehörigen
01 Feb. 2011 14:42
  • TanjaB.
  • 0 Beiträge seit
    31 Juli 2026
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Ihr Lieben,

ich wollte euch wirklich keine Angst machen. Das tut mir sehr leid.

Ich möchte aber den Betroffenen Mut machen, sich von den Angehörigen helfen zu lassen. Es tut gut, helfen zu können, auch wenn es oft sehr anstrengend ist und man an seine Grenzen kommt.

Lasst euch helfen und verwöhnen und genießt damit die Zweisamkeit und die verbleibende Zeit. Dann ist es später auch für den Angehörigen leichter.

Ich bin natürlich sehr traurig über den Verlust meiner Eltern. Aber ich bin auch mit mir "im Reinen". Ich konnte wirklich nicht mehr tun, habe mit Ärzten gesprochen, meiner Mutter bis zum letzten Atemzug die Hand gehalten, dafür gesorgt, dass sie bei dem kleinsten Anzeichen von Schmerzen Morphium bekam. Ich habe für sie gekämpft, damit sie ohne Angst und Schmerzen gehen kann.

Habt den Mut über eure Vorstellungen, Ängste und Wünsche zu sprechen. Diese Gespräche sind schmerzhaft und mit vielen Tränen verbunden. Aber sie helfen später unermesslich.

Meine Vater und meine Mutter haben nie miteinander über den Tod und das Sterben gesprochen. Es war ein Tabuthema. Wir wussten überhaupt nicht, was mein Vater für Wünsche hatte. In der letzten Zeit lag er im Koma und wir konnten ihn nicht mehr fragen.
Ich denke, meine Mutter konnte mit dem Tod nicht fertig werden, da sie bis zum Schluss nicht wusste, ob sie alles richtig gemacht hat. Sie konnte ihn nicht gehen lassen.

Zwischen mir und meiner Mutter war es dann zum Glück anders. Ich habe den Unterschied also hautnah erlebt.

In diesem Sinne........

Ganz liebe Grüße

Tanja

Caro antwortete auf An alle Angehörigen
01 Feb. 2011 14:03
  • Caro
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    23 Oktober 2009
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Liebe Tanja,

ich erinnere mich sehr gut an die MM-Geschichte deines Vaters, der so früh gehen musste. Nun auch noch deine Mutter - das mach auch mich sehr betroffen. Ich wünsche Dir viel Kraft und Stärke den Schmerz zu überwinden und hoffe, dass du nun Zeit und Ruhe findest, dich endlich auch mal wieder um dich selbst zu kümmern.
Du hast ja nun wirklich alles menschenmögliche für deine Eltern getan. Viele liebe Grüße

Caro

leopoldi antwortete auf An alle Angehörigen
01 Feb. 2011 11:52
  • leopoldi
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    23 Oktober 2009
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Liebe Tanja,

ich hab Deine Nachricht bereits heute morgen gelesen, aber mir fehlten einfach die Worte. Man mag nicht glauben, dass es immer noch schlimmer kommen kann und doch ist es so. Das macht betroffen und Angst ...
Das alles tut mir wirklich sehr leid.

LGe
Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

TanjaB. antwortete auf An alle Angehörigen
01 Feb. 2011 08:16
  • TanjaB.
  • 0 Beiträge seit
    31 Juli 2026
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Hallo Ihr LIeben,

vielleicht erinnert ihr euch an mich.
Mein Papa starb im Juli am Multiplen Myelom nach einem akuten Nierenversagen.

Mich hat dieser Beitrag für die Angehörigen sehr berührt.

Meine Mama, die 48 Jahre mit meinem Vater eine sehr glückliche und harmonische Ehe führte und meinen Vater 2 Jahre aufopferungsvoll pflegte, bekam nur 6 Wochen nach Papas Tod die Diagnose Mesotheliom.
Sie starb Weihnachten an den Folgen dieser schrecklichen Krankheit, nur 3 Monate nach der Diagnose mit 66 Jahren. Sie hatte keine Kraft mehr zum Kämpfen.

Ich habe innerhalb von knapp 6 Monaten beide Eltern verloren.

Sicherlich tröstet der Gedanke, dass sie nun wieder vereint sind ein wenig, aber ich hätte wenigstens meine Mama sehr gerne noch etwas länger bei mir gehabt. Vielleicht hätte sie noch etwas mehr Zeit gehabt, wenn die Kraft nicht schon so sehr aufgebraucht gewesen wäre. Sie hatte ständig nur Angst um meinen Vater, konnte die letzten Jahre mit ihm überhaupt nicht mehr genießen und hat dabei auch noch ihren eigenen Gesundheitszustand "übersehen".

Ich stimme also Walter zu. Seid hellhörig und hört auch ab und zu in euren eigenen Körper hinein.

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich sehr froh bin, dass ich für meine beiden Eltern bis zum Ende alles gegeben habe. Teilweise bis zur völligen Erschöpfung, besonders jetzt bei meiner Mutter. Ich bin so froh, dass ich ihr helfen und für sie da sein konnte. Das erleichtert mich besonders jetzt in meiner Trauer sehr. Es lohnt sich wirklich, nicht nur für den Patienten, sondern auch für den Angehörigen.

Ich wünsche euch allen nur alles erdenklich Gute und schaue regelmäßig hier herein. Hoffentlich gibt es bald DAS Medikament für diese Sch.....-Krankheit.

Liebe Grüße

Tanja




joseph antwortete auf An alle Angehörigen
26 Jan. 2011 18:03
  • joseph
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    31 Juli 2026
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Hallo Walter

Schöner kann man es nicht schreiben, wie man Dankbarkeit ausdrücken könnte und sollte

Seit 25 Jahren, um genau zu sein 12ten Februar, hab ich einen solchen Engel , der mir zu Seite steht, davon 6 Jahre mit mit meiner Erkrankung an MM, es wird viel von Ihnen abverlangt, ob körperlich oder seelig, Sie habens nicht einfach.

Das ist einer der Gründe, warum ich unsere Lebensqualität auf ein Maximum hoch schraube, um meine Frau zu entlasten, wir leben und geniessen, solange es mir finanziel und körperlich möglich ist.

Diese 25 Jahre bedeuten immerhin 50% meines Lebens, das schweisst zusammen und vieles wird als normal angesehen, was aber mit Sicherheit nicht so ist, das bemerkt man aber erst, wenn einer erkrankt.

MFG

Joseph