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Heike-Zi antwortete auf Akute Lymphatische Leukämie nach MM
13 Dez. 2021 20:45
  • Heike-Zi
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    17 Juli 2018
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Liebe Binap,

ich möchte dir mein herzliches Beileid aussprechen und dir sagen, dass es genau diese Fragen sind, die mich auch beschäftigen.

Als ich mich am 10. Juni 2021 in der Uniklinik von meinem Mann verabschiedete habe ich mich gefragt, wo er jetzt ist und diese Frage beschäftigt mich auch noch 6 Monate danach.
...haben wir alles richtig gemacht, hätten wir nicht früher zu den Spezialisten fahren sollen, anstatt uns auf den Onkologen vor Ort zu verlassen.
...hätte ich nicht schon früher darauf bestehen sollen, bei den Arztgesprächen dabei zu sein. Wegen Corona war das plötzlich nicht mehr möglich und alles lief aus dem Ruder.
...ja und das Myelom kommt auch mir plötzlich harmlos vor, weil mein Mann auch noch eine Plasmazellleukämie entwickelt hatte und ihm somit viele Studien und weitere Medikamente verwehrt blieben.

Es ist traurig und es schmerzt.

Die Erde dreht sich einfach weiter, auch wenn sie für einen selbst scheinbar stehen geblieben ist.

Fühl dich gedrückt.
Heike

UndineD. antwortete auf Akute Lymphatische Leukämie nach MM
13 Dez. 2021 09:30 - 13 Dez. 2021 09:31
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    31 Juli 2026
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Liebe Binab,
ich sende dir hiermit mein herzliches Beileid.
Niemand kann dir deinen Schmerz und deine Trauer nehmen. Sie haben auch durchaus ihre Berechtigung. Dass man nach dem Verlust eines geliebten Menschen über Tod und sterben nachdenkt, ist völlig normal. Nur: Die Antworten, die wir gerne hätten, kann uns niemand geben. Wir wissen nicht, was da passiert, was "danach" kommt. Glaube mir, auch wir schwerkranken Patienten haben manchmal solche Fragen/ Gedanken. Ich persönlich denke, dass es von Natur/ Gott, oder was auch immer, so vorgesehen ist, dass wir nicht alles wissen und alle Antworten kennen.
Ich wünsche dir, dass die schönen Zeiten mit deinem Vater in der Erinnerung überwiegen mögen.
Undine
Letzte Änderung: 13 Dez. 2021 09:31 von UndineD..

12 Dez. 2021 18:45
  • Ina82
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    28 Februar 2019
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Liebe Binab,
Es macht mich traurig wenn ich deine Zeilen lese. An manchen Tagen muss ich mich genau wegen solch trauriger Zeilen von diesem Forum distanzieren, da es mich zu sehr negativ stimmt. Man fragt sich WARUM, es ist einfach unfair. Auch ich bin Angehörige/ Tochter. Und ich kann ein wenig nachvollziehen. Was ihr erlebt habt ist auch meine größte Angst. Es tut mir sehr leid.
In der momentanen Zeit krank zu sein ist eine Katastrophe, aber ich sage immer, dass man den Ärzten irgendwo auch vertrauen muss. Ob man hätte oder sollen… ich denke ich hätte auch genau diese Gedanken… was danach kommt… auch diese Frage stelle ich mir oft.
Ich lese aus raus, dass ihr ein tolles liebevolles Verhältnis hattet. Das ist etwas ganz ganz wertvolles was euch niemand nehmen kann. Aber alle Worte ändern nichts an der Situation.
Ich wünsche euch für die kommende Zeit dass irgendwann die schönen Gedanken überwiegen auch wenn einige Fragen unbeantwortet bleiben.

Grüße Ina

12 Dez. 2021 15:27
  • Binab
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    31 Juli 2026
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Liebe Nicole,
Ich weiß,dass die Fragen dazu gehören...aber das macht die Antworten nicht einfacher, oder?

Es hat mir gut getan, die Fragen einmal aufzuschreiben und ich merke mir tun eure Antworten auch irgendwie gut. Durch das MM und die Sorge um ihn, habe ich mich auch immer zwischendurch mit Tod auseinander gesetzt. Das MM kommt mir rückblickend so harmlos vor, er musste auch gegen diese Krankheit kämpfen (2 * HD mit autologer Stammzellentransplantationen, fiese Kiefernekrosen ...) aber er hatte immer gute Zeiten, die er mit seiner guten Laune und seinem warmherzigen Wesen wunderbar genutzt hat. Ich dachte, dass selbst wenn das nächste Rezidiv kommt, gibt es noch viele Optionen. Die ALL hat ihn, aber einfach in kürzester Zeit gekillt, wie ein Pistolenschuss.
Wir haben keine großen Themen offen, ich habe ihn geliebt, er hat mich geliebt. Das gleiche gilt für meine Mama und mein Bruder.
Aber es sind die Therapieentscheidungen, die wir getroffen haben, die an mir nagen. Die 3 Wochen bis die Diagnose der ALL da war, hätten man da den Ärzten nicht Feuer machen müssen....., wir haben nie Wörter wie austherapiert oder so gehört, wir wussten,dass die ALL schlimmer ist, wie das MM ....aber so, da waren wir nicht drauf vorbereitet.

Danke fürs zuhören.
Birgit

Logopädin antwortete auf Akute Lymphatische Leukämie nach MM
12 Dez. 2021 14:38
  • Logopädin
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    06 Februar 2016
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Hallo Binab,
auch mir tut es leid, das zu lesen.
Mein Beileid !
Die Fragen, die du dir da stellst, sind tatsächlich völlig normal
nach dem Tod eines geliebten Angehörigen.
Vorwürfe und Fragen, ob man nicht noch irgendwas hätte besser / anders
machen können, gehören irgendwie zur Trauerverarbeitung dazu.
Fakt ist, dass Entscheidungen getroffen wurden, die zu dem Zeitpunkt richtig waren.
Im Nachhinein ist man immer schlauer !
Ich kenne viele Menschen in meinem Umfeld, die in Bezug auf den Tod eines Elternteils oder
Ehepartners Dinge sagen wie : " Ach hätte ich doch nur..." oder "Wenn ich gewusst hätte, dass....
dann hätte ich...". Das hilft nicht weiter. Es ist so, wie es ist.
Und zum Leben nach dem Tod kann ich nur sagen, dass meine Mutter, die im Oktober innerhalb kurzer Zeit
an einem Brustkrebsrezidiv starb ( 25 Jahre nach Ersterkrankung !) so friedlich - ja fast glücklich - da
lag kurz nach ihrem Tod, dass ich ganz sicher bin, dass sie jetzt da ist, wo sie nur noch hinwollte.
Bei ihrem Mann und ihrem Sohn. Wo auch immer dieser Ort sein mag, es gibt ihn. Da bin ich sicher.
Liebe Grüße
Nicole

11 Dez. 2021 21:04
  • Binab
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    31 Juli 2026
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Liebe Ma, danke für deine netten Worten. Sie haben mir gut getan.

Flöhe und Läuse hat mein Papa wirklich nicht verdient. Dieser verfluchte Krebs ist sch**.