Liebe Nicole,
Ich weiß,dass die Fragen dazu gehören...aber das macht die Antworten nicht einfacher, oder?
Es hat mir gut getan, die Fragen einmal aufzuschreiben und ich merke mir tun eure Antworten auch irgendwie gut. Durch das MM und die Sorge um ihn, habe ich mich auch immer zwischendurch mit Tod auseinander gesetzt. Das MM kommt mir rückblickend so harmlos vor, er musste auch gegen diese Krankheit kämpfen (2 * HD mit autologer Stammzellentransplantationen, fiese Kiefernekrosen ...) aber er hatte immer gute Zeiten, die er mit seiner guten Laune und seinem warmherzigen Wesen wunderbar genutzt hat. Ich dachte, dass selbst wenn das nächste Rezidiv kommt, gibt es noch viele Optionen. Die ALL hat ihn, aber einfach in kürzester Zeit gekillt, wie ein Pistolenschuss.
Wir haben keine großen Themen offen, ich habe ihn geliebt, er hat mich geliebt. Das gleiche gilt für meine Mama und mein Bruder.
Aber es sind die Therapieentscheidungen, die wir getroffen haben, die an mir nagen. Die 3 Wochen bis die Diagnose der ALL da war, hätten man da den Ärzten nicht Feuer machen müssen....., wir haben nie Wörter wie austherapiert oder so gehört, wir wussten,dass die ALL schlimmer ist, wie das MM ....aber so, da waren wir nicht drauf vorbereitet.
Danke fürs zuhören.
Birgit