Margret schrieb: . . . Ja, die meisten von uns verdrängen den Gedanken.
Ich vermisse gelegentlich hier im Forum die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema "Tod". Ich glaube nicht, dass die Beschäftigung damit daran hindert, das Leben bewusst zu geniessen und so gut wie möglich gegen das MM zu kämpfen. Meine Erfahrung ist, dass man beides parallel tun kann . . .
Danke Margret, Du hast da etwas angesprochen, was mir auch sehr am Herzen liegt. Und für mich läge die Betonung auch auf AKTIVE Auseinandersetzung, was in einem Bereich wie
In Memoriam nicht funktionieren kann. Dennoch sollte es diesen Bereich im Forum auch geben, um Abschied nehmen zu können, um zu trauern.
Unter einer aktiven Thematisierung verstehe ich, dass wir uns einerseits auf der psychologischen und philosophischen Ebene darüber auseinandersetzen und unsere eigenen Erfahrungen austauschen können. Und genau wie Margret es sagte:
das hindert nicht, das Leben bewusst zu genießen . . . im Gegenteil, wenn man dieses Thema nicht ausblendet, sondern sich damit konfrontiert, ermöglicht es wahrscheinlich einen viel bewussteren Weg ins Leben.
Ich kämpfe damit auch immer wieder aufs Neue, und sage hier niemand, dass man als vermeintlich Gesunder damit nichts zu schaffen hätte . . . spätestens wenn der Partner, die eigenen Kinder oder Eltern . . . einfach die Menschen, die man liebt . . . von einer tödlichen Krankheit betroffen sind, ist man mit im Boot.
Ich habe mit meinem Mann in den letzten 4 Jahren etliche ganz tiefe Täler durchschritten, das gipfelte in solchen Aussagen wie [wortwörtlich!]
"Du bist schuld, dass ich noch lebe" . . . und dieser Ritt auf der Klinge geht weiter, gerade jetzt wo mein Mann durch die Fraktur hilflos in der Klinik liegt und mit seinem Schicksal hadert . . . das sind ungeheure Dimensionen, und ich denke, darüber sollten wir uns hier offen austauschen können.
LG
Britta