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23 Juni 2018 13:00 - 23 Juni 2018 13:09
  • CLE084
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Gordon_Bloeh schrieb: Hallo Chrisly,
sozusagen vom Regen in die Traufe.
LG Henry


Hi Henry,
wenn du damit meinst, dass man den Glaube an eine der Buchreligionen durch den "Glaube" an die Methoden der Meditation ersetzt, liegst du völlig daneben. :silly:

Vielleicht sagt dir der Begriff der "Falsifikation" im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Experimenten etwas?

Dabei geht es einfach darum, eine Theorie durch klar definierte Experimente auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen.

Z.B. kann ein Wissenschaftler den berühmtern Doppler Effekt durch die gleiche experimentelle Anordnung hin überprüfen um herauszufinden, ob das was Edwin Hubble in den Dreißiger Jahren postuliert und nachgewiesen hat auch heute noch stimmt.

Diese Herangehensweise an beobachtbare Phänomene hat jedoch nichts mit einer irrationalen Annahme nach einer irgendwie gearteten höheren Ordnung(skraft) zu tun, die jegliches Handeln und die Entwicklung einzelner Individuen bestimmt und nach einem recht konfusen System von "Gut und Böse" "bewertet".

In der gleichen Weise sind die Buddhistischen Methoden (und auch die einiger anderer Systeme) rein experimentell. D.h. der nach Erkenntnis Suchende wird angehalten durch die Ausübung klar definierte Methoden und Praktiken sich selbst ein Urteil zu bilden. Und wie bei der Wissenschaft gilt auch es auch hier sich präzise an die Vorgaben zu halten, denn durch eigenmächtige Variation würde das Ergebnis verfälscht, wenn nicht gar völlig ausbleiben.

Insofern gibt es sowohl bei der buddhistischen Praxis, als auch bei der Wissenschaft keinerlei Doktrin, keinen Katechismus oder Glaubensbekenntnis - es zählt einzig die selbst gewonnene Erkenntnis.

Daher wäre es töricht, diese Vorgehensweise mit den Buchreligionen gleichzusetzen.

Allerdings muss ich hinzufügen, dass eine solche Diskussion nicht mit Menschen geführt werden kann, die keinen offenen Geist haben und die nicht bereit sind ihren Glauben, alles Erlernte, Übernommene, Konditionierte ernsthaft zu hinterfragen und ggf. als widerlegt einfach abzutun. Denn die Aussicht darauf zu sehen wie die Dinge wirklich sind, ist für die meissten fühlenden Wesen eine höchst erschreckende Perspektive, da sie üblicherweise das gesamte Weltbild der Person zerstört.
Daher ist die ernsthafte Auseinandersetzung mit Buddhistischer Meditation und hier im Besonderen mit Dzogchen mit nur einer Handvoll Menschen überhaupt möglich bzw. sinnvoll. Alle Anderen müssen halt an Ihrem Glauben solange festhalten, bis auch das für sie unmöglich wird (meisstens im Prozess des Sterbens).
Letzte Änderung: 23 Juni 2018 13:09 von CLE084. Begründung: Ergänzung

23 Juni 2018 06:07
  • Gordon_Bloeh
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Hallo Chrisly,
sozusagen vom Regen in die Traufe.
LG Henry

Wie sagte einmal ein Myelompatient: "Geniesse das Leben, es kann länger dauern, als du denkst"!

22 Juni 2018 17:39 - 22 Juni 2018 17:40
  • CLE084
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Also was da in den "Buchreligionen" wie Bibel, Koran oder Talmud zu finden ist, ist mir offen gesagt viel zu martialisch um auch nur annähernd die Wirklichkeit zu beschreiben. Da wird von Kampf und Schlachten und ewigem Leben sowie ewiger Verdammnis gesprochen - das ist finsterstes Mittelalter gepaart mit Aberglaube, :lol: sowas kann ich nicht ernst nehmen.

Wer wissen will wie's wirklich ist, praktiziert die buddhistischen Methoden der Meditation z.B. Vipassana, Shine oder Lhatong. Dann braucht man keinen (Aber)Glaube mehr.
Letzte Änderung: 22 Juni 2018 17:40 von CLE084.

22 Juni 2018 15:05
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Die Vorstellung vom ewigen Leben ist ein mir ein wenig zu grueslig, genauso wie das "Dahinsterbenleben".
Ich habe zwar keine Angst vor dem Sterben, liebe aber das Leben unsagbar und hüpfe (manchmal hinke ich auch) morgens mit einem "Juhu - ein neuer Tag" aus dem Bett.

Was will man mehr und so lange das so bleibt.......

Schönes Wochenende, C

Das Video habe ich mal vorsichtshalber nicht angeguckt ....... :-)

21 Juni 2018 11:07
  • Gordon_Bloeh
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Wenn das Sterben nur so leicht wäre.
Vielleicht eine Erlösung von Leid und Schmerz, aber für meine Familie, meine Freunde, usw.
Ich kann den Tod nicht als Freund sehen.
Ich halte mich da eher an die Aussage des Bibelschreibers Paulus.
Im 1. Brief an die Korinther, Kapitel 15, Verse 25 und 26 sagte er folgendes:
"Nach Gottes Plan wird Christus so lange herrschen, bis er alle FEINDE unterworfen hat.
Als letzten FEIND vernichtet er den TOD
.

Gruss an alle noch Lebenden
Henry

Wie sagte einmal ein Myelompatient: "Geniesse das Leben, es kann länger dauern, als du denkst"!

03 Mai 2018 18:14 - 03 Mai 2018 18:22
  • CLE084
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Ein Märchen.
Aber ganz nett gemacht.

Ich muss zugeben, dass ich als wissenschaftlich denkender Mensch keinen Bezug zu Geschichten dieser Art habe; da fehlt mir die sentimentale Ader. Ich sehe Tod als (Teil) Prozess des gesamten Zyklus von Werden (Geburt) und Vergehen (Tod). Da ich weder das Eine bevorzuge noch das Andere ablehne sind für mich beide gleichwertig ohne emotionale Attitüde. Aber das ist nur meine persönliche (nüchterne) Betrachtungsweise.
Chrisly
Letzte Änderung: 03 Mai 2018 18:22 von CLE084.