Hallo,
finde es gut das man auch als Angehoertiger schreiben kann. Ich lese schon eine Weile mit und wollte jetzt auch mal schreiben. Meine mama ist vor 3 Monaten gestorben. Sie war 77.
Es fing vor 2 Jahren an mit diffusen Schmerzen im Unterleib, sie rannte von Arzt zu Arzt mehrere Roentgenaufnahmen ,CTs aber nichts. Letztes Jahr im November brach ein Rueckenwirbel wurde in einer Op zementiert. 1 Monat darauf brach der naechste Rueckenwirbel. Gefolgt vom Brust und Rippen an denen man ja op technisch nichts machen konnte.
Diagnose im Krankenhaus OSteoporose. Jede Menge Tabletten, Spritzen gegen den Fortschritt des Knochenschwundes. Sie magerte immer mehr ab, Muskelmasse schwand. Der Arzt sagte , das sei die mangelnde Bewegung sie sollte Physiotherapie machen. Meine Mama war schon immer eine Kaempfernatur, machte den Hauhalt,versorgte weiterhin meine Onkel der im Rollstuhl sitzt, das liess sie sich nicht nehmen,sie wollte nicht viel bemitleided werden. Trotzdem baute sie immer mehr ab. Anfang Juni dann, konnte sie nichts mehr essen weil sie sich dauernd uebergeben musste, nur ein bisschen trinken. Wir sagten jeden Tag sie muesse ins Krankenhaus, aber das wollte sie nicht,weil sie sagte sie haben sie da "kaputt gemacht". Sie hatte Angst.
Sonntags kam der Notarzt und redete ihr ins Gewissen,sie liess sich mitnehmen.
Im Krankenbaus redete sie noch normal und konnte auch die Fragen des Arztes beantworten.Sie wurde Abends auf die Intensiv verlegt, der Arzt rief an und teile mit, dass der Calciumspiegel im Blut gefaehrlich hoch sei,der muesse runter. Am naechsten Tag war sie wohl ansprechbar, aber oefters am schlafen,wir dachten wegen der Erschoepfung ,sie wurde kuenstlich ernaehrt sowie Fluessigkeitszufuhr.Da erwaehnte der ARZT ERSTMALS das er eine Vermutumg hat was es sein koennte,und er eine Knochenmarksentnahme vornehmen wird. Wenn es das ist was er denkt MYELOM dann ist es wohl nicht heilbar aber behandelbar. Meine Mutter wog zu dem Zeitpunkt nur noch 37 Kilo 154 gross. Dieser Arzt war die naechsten Tage nicht da, die andere Aerztin sagte es wird noch auf die Ergebnisse gewartet, der Zustand verschlechterte sich, sie war weniger ansprechbar,was sie sprach war sehr schwer zu verstehen,manchmal wusste sie was ich sage und um was es geht ,manchmal sprach sie in der Vergangenheit,dachte ich gehe noch zur Schule etc. Nach 8 Tagen auf der Intensiv,kam der Arzt wieder und sagte meinem Vater,das er nicht wusste oder dachte ,das es so schlimm ist,und sie es nicht schaffen wird. Ihr Wunsch war es nicht von Maschienen am Leben erhalten zu werden,somit wurde sie am naechsten Tag auf die onkologische Station verlegt, somit konnten auch meine Kinder 7 und 11 sie nochmsl sehen, auch wenn sie den ganzen Tag schlief und die Augen nicht aufmachte,glaube ich sie hat uns alle gehoert, ihre Enkel mich meine Schwester und mein Papa,wir waren bis Abends da und wollte am naechsten Tag nich,al hin,aber um 11 kam der Anruf von meinem Vater der immer bei ihr war,das sie gegangen ist,wir fuhren alle zum letzten Abschied hin.
Es geht mir immer noch nicht in den Kopf wie schnell alles ging,warummmmm hat kein Arzt vorher was gemerkt,bei den vielen Roentgenaufnahmen,bei den 2 ops ,immer hiess es nur Osteoporose. Wenn ich lese das genau diese Krankheit mit diffusen Knochenbeschwerden anfaengt und dann auch noch soviel Wirbelbrueche,wieso wird da keiner Aufmerksam!! Und wir haben immer alle gesagt sie muss mehr essen, dafuer konnte sie ja gar nichts dafuer das sie abnahm.Diese Gedanken warum keiner Arzt frueher was gemerkt hat,dann koennte sie noch Ehefrau,Mama und OmA fuer uns sein macht mich unendlich traurig und wuetend. Ich weiss es geht hier vielen so, und es erleichtert ein bisschen zu wissen ,das man nicht alleine ist.Ich wuenchte nur man koennte diesen Gedankenkreis WARUM WARUM HAT MAN NICHT FRUHER WAS GEMERKT, WER HAT SCHULD, unterbrechen.Weil es bringt nichts,weil nichts sie zurueck bringen kann........?
Letzte Änderung: 04 Sep. 2017 22:49 von Sasa. Begründung: Fehlener text