Man muß ja bedenken, daß Jeanny garnicht meine Angehörige ist. Ihre Mutter ist ja an Myelom erkrankt und von ihr ist sie die Angehörige.
Aber Jeanny verfolgt meinen Fall eben, wie viele hier im Forum seit sehr vielen Jahren. Das Verhalten meiner "Leser" ist ganz verschieden. Viele lesen meine vielen Berichte nur und melden sich nie, andere melden sich oft erst nach Jahren und ein paar wenige Antworten mir wöchentlich.
Viele antworten sehr themenbezogen und sachlich und andere verehren mich regelrecht und bewundern mich und wollen eben nicht, daß ich bald vom Myelom oder den vielen Therapien bzw. beidem zusammen erledigt werde.
Ich kenne Jeanny jetzt im Forum schon lange und weiß wie ich ihre Kommentare und Antworten entgegen nehmen muß.
Und was solls, wenn Jeanny mir 10000000000000000000000000 mal die Daumen drückt statt nur zweimal, weil sie ja nur zwei Daumen hat, dann ist das doch OK. Mir würde das genauso genügen, wenn sie schreibt, daß sie mir die Daumen drückt.
Ich kenne meine Situation mit dem Myelom und den mittlerweile aufgetretenen Nebenkomplikationen im Moment genau, besser als manche Professoren, selbst hier in der Uniklinik.
Meine Frau und meine Tochter haben in diesem Forum seit 16 Jahren so viel ich weiß noch nie gelesen und auch in meinem Blog nicht.
Mein Sohn hat meinem Blog gefunden und ab und zu mal darin gelesen. Aber seit es in den letzten 8 Monaten doch Stark eskaliert mit meinem Myelom und ich öfter in der Klinik bzw. In Deutschland bin als zuhause am Gardasee, machen sich doch alle mehr Sorgen.
Am meisten natürlich meine Frau Angelica.
Sie alle wissen aber wenig von der Krankheit Myelom und ich kläre sie auch nur mit dem auf, was sie gerade fragen.
Ich will auf keinen Fall, daß sich meine Tochter oder mein Sohn ihr junges Leben versauen lassen durch Dauersorgen um mich. Ich will auch nicht, daß sie hier im Forum sind und um mich " heulen" oder sich ständig im Internet rumtreiben um mich retten zu wollen.
Sie sollen ihr Leben verwirklichen und das machen, was sie glücklich macht und zufriedenstellt. Das macht auch mich zufriedener, als wenn sie sich ständig um meine Myelomkrankheit kümmern würden.
Deßhalb lasse ich auch so gut es geht mein Myelom immer in Deutschland " zurück", wenn ich an den Gardasee fahre.
So verschieden können die Verhältnisse sein und jeder hat das Recht es für sich auf seine Art und Weise zu verarbeiten und auch hier öffentlich zu verkünden.
Deßhalb sollten wir uns alle respektieren und über Sätze, die uns machmal überzogen vorkommen oder zu emotional oder störend einfach hinnehmend oder amüsiert hinweglesen.
LG (das Wort zum Sonntag )

Rudi