Gedanken ...
wie geht man damit um, wie fasst man Vertrauen ...
Als ich den Thread eröffnet habe, habe ich ja schon ein paar meiner Erfahrungen kund getan. Dass der Hautarzt meinen Mann weggeschickt hat, mit der Erklärung, das sei gut so, daran hab ich schon bissl gekaut. Die OP in Würzburg dagegen ist gut verlaufen, die "neue Unterlippe" ist beim anwachsen.
Noch was trag ich mit mir herum. Vor einiger Zeit hat mir jemand aus der Allgemeinarztpraxis von einem Patienten erzählt. Ohne persönliche Daten ist das okay. Ein älterer Mann, ein dankbarer Patient der sich nie beklagt, leide schon seit Jahren zunehmend, mit vielerlei Diagnosen: Dialysepatient, HB-Wert massiv im Keller, immer wieder Bluttransfusionen. Die Rippen säßen auf dem Becken auf, was ihm enorme Schmerzen bereite. Da schrillen bei mir die Alarmglocken. Es hat sich herausgestellt, dass der Patient nie zu einem Orthopäden geschickt wurde. Der "Knochenverschleiß" wird auf seine harte Arbeit zurückgeführt. Stattdessen erhält er gegen die Schmerzen BTM's. Auf entsprechenden Hinweis an den Arzt wurde eine Elektrophorese durchgeführt, mit entsprechendem Ergebnis. Weitere Diagnostik verzögert sich wegen aller möglicher Banalitäten. Wäre es nicht angebracht gewesen, den Mann zu überweisen? Wochen später verstirbt der Patient schließlich, ohne dass die Angehörigen je von seiner Krankheit erfahren.
Man sagt oft, Krebs sei im Gegensatz zu früher heute so häufig, weil früher Patienten ohne Diagnose verstorben seien. Dass es solche Verläufe auch heute noch gibt, die "ältere Generation" stets im vollsten Vertrauen zum Hausarzt
Ich bin schockiert ...
Monika
~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~
Letzte Änderung: 22 Juni 2016 12:39 von leopoldi.