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23 Jan. 2016 21:23
  • inci
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    31 Juli 2026
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Hallo Bernhard,
es ist nicht ausschlaggebend, was dir widerfährt, sondern wie du damit umgehst. Als ich jünger war, dachte ich auch oft, dass es offenbar Leute gibt, die unbehelligt durchs Leben gehen. Aber dem ist nicht so.
Und: die Kraft mit den Dingen fertig zu werden, muss aus uns kommen. Notfalls durchaus mit professioneller Hilfe, bzw. unter zu Hilfenahme aller zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.
Seit der Diagnose ist es mir ein Anliegen, mein Leben bestmöglich zu gestalten. Miesepeter, Ignoranten und was sonst noch unterwegs ist, meide ich ohne Rücksicht auf Verluste. Streit, Hader, sind aus meinem Leben verbannt. Meine Bücher, meine Musik, mein kleiner Hund, aber natürlich auch meine Familie, bereichern auf positive Art und Weise mein Leben.
Werde ruhig egoistischer und egozentrischer.
Glaube an dich.
LG
Inge

23 Jan. 2016 11:16
  • Mira
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    03 Februar 2014
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Hallo Bernhard,
Ich kann den Joseph eigentlich nur beipflichten. Viele hier haben im Laufe ihres Lebens schwere Rückschläge einstecken müssen, die Krankheit hat jeden eiskalt erwischt. Was nutzt es dir alles aufzuzählen was in der Vergangenheit passier ist? Was kannst du ändern? Nichts!. Also musst du mit dem LEBEN was du hast und nicht hadern mit dem Schicksal. Es hat vieles mit Akzeptanz zu tun und auch mit über den Tellerrand gucken: warum ist das Schicksal so ungerecht zu mir? Alle anderen geht es besser, alle andere haben ein besseres Schicksal abbekommen. Abgesehen davon dass das auch ganz und gar nicht stimmt: auch diese Überlegung ist eine Sackgasse. Denn auch daran kannst du nichts ändern. Du bist 58 Jahre geworden, dass ist doch schon etwas. Eine Freundin starb mit 18, drei Freunde waren 21,24 und 28 als Sie verunglückten. Also ich bin dankbar dass ich schon 61 werde, auch wenn das MM schon 18 Jahre lang mein Begleiter ist. Ich bin dankbar dass meine Kinder mich 2011 nicht verloren haben und ich es doch noch geschafft habe. Und ich überlege nicht wie lange es noch so gut geht. Mein Mann ist übrigens keine 61 mehr geworden. Und trotzdem: das Leben geht weiter, beschwerlicher als mit Partner, aber trotzdem lebenswert. Und ich freue mich für jeder der das Glück hat mit seinem Ehe-/Lebenspartner alt zu werden. Es hat alles mit Akzeptanz zu tun und vor allem dem Wissen: es gibt Leute denen es noch viel schlimmer erwischt hat.
Aber wenn die Angstzustände zu extrem sind, brauchst du gute professionelle Hilfe. Meine Einstellung zu dem Schicksal, muss nicht unbedingt dir helfen. Ich habe auch lange überlegt ob ich das überhaupt schreibe, ich möchte kein Mensch auf die Füße treten, erst recht kein Mensch der so verzweifelt ist wie du es bist. Aber vielleicht hilft es dir doch ein wenig!
LG
Katrien

22 Jan. 2016 19:19
  • joseph
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    31 Juli 2026
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Hallo Bernhard

Einige von uns haben ähnliche Probleme in ihrem Leben durchgemacht , meine Liste geht noch um ein Stück länger , Sohn mit 12 auch Hirntumor ........ lebt heute noch, keine bleibenden Schäden ausser Hörverlust auf einer Seite, heute 28

Sonja und ich standen 15 mal innerhalb 18 Monaten (2014/2015) an den Gräber von sehr nahen Familienmitglieder und Freunden

Wir waren auch geschieden, sind aber glücklich beisammen seit fast 30 Jahren (im März) , davon 26 verheiratet

Ich habe meine Betriebe aufgeben müssen zuerst durch Herzinfarkt Dezember 2004 , kurz danach Diagnose Myelom im März 2005 ....... konnt nicht mehr gehen.......also fast unfähig 2 Jahre irgendetwas zu unternehmen und das mit 44 !!!! nicht 58

und

und.


aber guck, ich habe angefangen zu LEBEN , nach der HD mit SZT , danach gings nur noch um meine Familie , meine Bekannten und mich (Forum eingeschlossen)

Akzeptiere deine Krankheit und du wirst verstehen, was ich sagen möchte..........erst dann, vorher gehts nicht

LG

Joseph


Warum ist Schicksal manchmal so ungerecht? wurde erstellt von boernie
22 Jan. 2016 15:45
  • boernie
  • Autor
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    31 Juli 2026
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Hallo liebe Freunde! :D

Mein Leben war bisher wahrlich kein Ponnyhof. Ich bin 58 Jahre alt (Jahrgang 1957) und jetzt wohl gesundheitlich und psychisch am Ende angelangt.

Kurze Betrachtung meines bisherigen Lebens:
Kindheit okey.
Sehr früh geheiratet (ich war 21 Jahre alt).
Tod meines Vaters (ich war 25 Jahre alt), Lungenkrebs.
Geburt meiner Tochter (ich war 26 Jahre alt).
Geburt meines Sohnes (ich war 28Jahre alt).
Hirntumor meiner Tochter, Plasmozythom (ich war 29 Jahre alt), lebt heute noch.
Tod meiner Mutter (ich war 30 Jahre alt), Herzinfarkt.
Scheidung (ich war 42 Jahre alt), primär nicht mein Verschulden.
Tochter schwerst verunglückt auf einer Schulabschlussfahrt ( ich war 43 Jahre alt), Koma, Rehamaßnahmen ohne Ende, mein Augenstern lebt heute noch.
Papa, Multiples Myelom (ich bin 58 Jahre alt).

Ich möchte Euch darum bitten, mich bei der psychischen Bewältigung des Unvermeidbaren zu beraten und zu unterstützen. Momentan bricht für mich die Welt einfach zusammen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! :D

Euer Bernhard