Hallo,
vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben.
Eure Beiträge haben mir sehr geholfen. Auch die Umarmungen.
Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich wieder gemeldet habe.
Plötzlich hatte ich Angst vor meinem eigenen Thema und hab mich nicht mehr hergetraut.
Jetzt wo ich hier schreibe, merke ich wie wichtig es ist, verstanden zu werden ohne viel zu erklären. Alle Gedanken ohne Angst aussprechen zu dürfen.
Margret, besonders Deine Nachricht spricht mir so sehr aus der Seele. Ich habe den Text meinem Mann vorgelesen (zum ersten mal) und er läßt Dich ausdrücklich grüßen und bedankt sich, dass Du in wenigen Sätzen, seine Situation so unaufgeregt und weise beschreibst.
Ich finde man könnte den Text direkt in eine Broschüre für Betroffene aufnehmen.
Caro, auch Dir vielen Dank. Ich wünsche mir für meinen Mann so sehr, dass er auch zuhause bleiben kann.
Karina, vielen Dank für den Tipp. Ich war bei unserer Hausärztin und es gibt tatsächlich auch hier ein mobiles palliatives Team und ich werde mich jetzt darum kümmern.
Mein Mann geht derweil durch ein Wechselbad der Gefühle. Wir hatten am Dienstag wieder einen Termin im KH und er hatte sich darauf vorbereitet dem Arzt seine Entscheidung, sich nicht mehr therapieren zu lassen, mitzuteilen.
Dieser hatte in der Zwischenzeit mit einem Professor aus Wien Rücksprache gehalten und eine Behandlung mit Melphalan IV vorgeschlagen.
Erst die große Erleichterung über das Ende der Therapie-Torturen, dann die Verzweiflung, dass diese Entscheidung nun wirklich das Ende bedeutet.
Dann, als der Arzt ihm vorschlägt, es doch noch mal zu probieren,(nur eine Spritze alle 4 Wochen und das Melphalan sei auch gut verträglich.) hat sich ein kleiner Funke Hoffnung schnell und spürbar ausgebreitet (auch bei mir).
Aber es ist gar keine Spritze (war ein Missverständnis), sondern wieder stundenlange Infusionen, Übelkeit, Cortison, .....
Ich weiß nicht wo die Kraft dafür herkommen soll.
Aber wie Ihr richtig schreibt, entscheiden muss der Patient und deshalb halte ich mich aus der Entscheidung raus. Und bin froh, dass ich das darf.
Nächste Woche sehen wir weiter.
Wünsche allen frohe Ostern und nochmals Danke, dass es Euch gibt.
Liebe Grüße Edith