Hallo MissJJ,
das ist eine verzwickte Lage - wegen der Diagnose, des Alters, der Entfernung und überhaupt... Aber ich finde es großartig, wie intensiv Du Dich damit befasst und liebevoll darum kümmerst!
Hast Du Dir die Broschüren für Angehörige in der Literaturliste mal angesehen? Vielleicht findest Du hilfreiche Tipps für Dich. Hier der link:
www.myelom.org/literatur.html
(etwas runterscrollen, fast bis zum Ende)
Was die "viele Chemie" angeht, solltest Du Deiner Großmutter nachdrücklich die Angst nehmen. Natürlich sind Schmerzmittel keine Bonbons, aber die Langzeitnebenwirkungen kann man bei höherem Lebensalter (und dieser Diagnose) ohnehin vernachlässigen. Wichtig ist, die Lebensqualität hier und jetzt so gut wie möglich zu halten. Wenn die Schmerzen im Griff sind, wird sich auch ihre psychische Situation verbessern - Schmerzkontrolle ist unerlässlich.
Du kannst ihr nur die Therapiemöglichkeit schildern - entscheiden muss sie letztlich selbst. In welchem Alter man sich welchen Weg noch zumuten mag, ist eine schwierige und individuelle Entscheidung. Aber gerade, wenn sie sich gegen eine Therapie entscheidet, ist die Reduzierung der Schmerzen von großer Wichtigkeit.
Alles Gute für Euch und liebe Grüße,
Margret