Hallo.
Ich bin Marika und auf der verzweifelten Suche nach Antworten und vorallem Menschen die wohl oder übel mehr Erfahrungen mit MM haben als ich, auch wenn man das keinem wünscht.
Es betrifft mich nicht, sondern meinen Papa. Ohne jegliche Vorzeichen, hat es Ihn getroffen.
Es fing mit leichten Magenschmerzen an. Auf Drängen meiner Mutter ist er dann doch zum Arzt gegangen...hat so einige Behandlungen durchgemacht (Magen und Darmspiegelung, MRT,CT etc.). Als dann Magenkrebs entdeckt wurde.Und als wäre das nicht genug auch noch kurz darauf MM Stadium IIIA. Eigentlich hat er Glück gehabt, dass er seinen Magen hat untersuchen lassen, sonst hätten Sie den Knochenkrebs nie entdeckt. Anzeichen dafür hatte er jedenfalls keine.
Die Ärzte haben sich dann dafür entschieden, den Magen zu 70% zu entfernen. Als der Tag der OP dann endlich gekommen war, mussten Sie währenddessen abbrechen, weil er einen Herzstillstand hatte. Und das mit 51 Jahren. Gott sei dank konnten Sie ihn wiederholen. Wer weiß was ich dann getan hätte. Zudem muss ich sagen, dass es das denkbar schlimmste ist, was für mich passieren kann. Ich habe eine ganz besondere Bindung zu meinem Papa, auch wenn ich nicht mehr daheim wohne.
Vor der Entdeckung der Krankheit war ich vielleicht 3 mal im Jahr daheim. Nun fahre ich jedes 2.-3. Wochenende in die Heimat.
Die zweite OP hat er gut überstanden. Mittlerweile möchte man meinen er hätte nie etwas mit dem Magen gehabt.
Seine MM Behandlung hat nun begonnen. Zuerst hat er Spritzen bekommen, jetzt bekommt er die "Tabletten-Chemo".Wenn seine Werte in Ordnung sind, bekommt er eine Stammzellentransplantation.
Ich versuche mich schon im Internet zu belesen, aber so recht hilft mir das nicht. Alles was ich dort lese macht mich trauriger und pessimistischer.
Ich weiß nicht auf was das hinausläuft und male mir schon, auch wenn man das nicht machen soll, das schlimmste Szenario aus.
Ich habe niemanden mit dem ich darüber reden kann bzw der meinen Wissensdurst stillen kann. Meine Eltern vertrauen den Ärzten, weil Sie denken, sie wissen es nicht besser.
Ich kann mich dem leider nicht anschließen, möchte wissen was hinter dieser Krankheit steckt, was ich tun kann.
Ich möchte mir nicht irgendwann die Vorwürfe machen, ich hätte es einfach hingenommen.
Es belastet mich schon ungemein.
Das ist auch der Grund warum ich dem Forum beigetreten bin. Ich suche Menschen, die dasselbe wie mein Papa durchmachen oder wie ich als Angehörige. Wie geht man mit dieser Situation bestmöglich um, wie kann ich meinen Papa unterstützen?
Danke, dass ich meine Gedanken loswerden konnte.
Liebe Grüße