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Kuni antwortete auf Wahl einer Uni
27 Mai 2026 21:52 - 27 Mai 2026 21:53
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    14 Mai 2026
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Vielen Dank euch allen für eure Beiträge. Ich habe am 2. Juni einen Termin in der Uni Köln, bin gespannt.
Liebe Grüße Kuni 
Letzte Änderung: 27 Mai 2026 21:53 von Kuni. Begründung: Schreibfehler

Ibi antwortete auf Wahl einer Uni
19 Mai 2026 13:26
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    17 März 2025
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Hallo Kuni,
wie die beiden anderen schon geschrieben haben, gibt es keine Notwendigkeit für eine sofortige Behandlung und es ist wirklich vollkommen normal, dass das alles etwa Zeit braucht.
Deine Besorgtheit kann ich absolut nachvollziehen, uns ging es damals auch so. Du hast das Gefühl eine tickende Zeitbombe in dir zu haben und keiner macht was…Das ist sicher nicht schön, aber gibt auch etwas Zeit Informationen zu sammeln, 2. Meinung einzuholen und dich letztendlich mit der Krankheit „abzufinden“. So unschön das auch ist, aber mit den modernen Therapien ist ein langes progressionsfreies Leben in guter Lebensqualität sehr gut möglich. Die von dir erwähnte Therapie ist für die meisten auch relativ Nebenwirkungsarm und, bis auf die HD mit autologe  (ASZT), auch gut im „normalen“ Leben zu integrieren.

Bei meinem Mann war es auch so, dass er bei der Diagnose keine CRAB/SLIM Kriterien erfüllt hat, aber durch die sehr hohen Leichtkettenzahl ist der Proteingehalt im Blut immer höher angestiegen und das Blut wurde dadurch zu dickflüssig (Hyperviskosität). Das sollte regelmäßig kontrolliert werden, da es auch Organschaden verursachen kann. Die Kontrolle kann eventuell auch der Hausarzt machen. 
Das Myelom ist bei dir wohl sehr früh entdeckt worden, so dass noch kein Organ- und/oder Knochenschaden vorhanden sind. Das ist gut denn bei vielen Patienten wird es erst durch Knochenbrüche/ Wirbelschaden oder Nierenprobleme erst entdeckt, sehr spät also. Es sollte aber weiterhin beobachtet werden, es wird sicher in der Klinik auch nochmal ein MRT gemacht, falls du kein zeitnahes hast.
Bei meinem Mann wurde bis zur Behandlung dann doch noch ein großes Plasmozytom in einem Wirbelkörper festgestellt, dass zuerst bestrahlt werden musste. Es ist also keine Eile geboten, aber wachsam bleiben ist wichtig.

Deine Hämatologin ist wohl sehr sorgfältig gewesen, wenn sie bei dir die (RAS)Genmutationen untersucht hat. Das ist laut Leitlinie nur optional und wird lang nicht immer gemacht.
Sie spielen, ausser TP53 Mutation, eigentlich keine größeren Rolle bei der Erstdiagnose. Wohl aber im Rezidiv, wie in der Studie von Miregal erwähnt. Da ging es um rezidiv Patienten die ausschließlich mit Bortezomib oder hochdosiertes Dexa behandelt wurden. Nicht also in Kombination mit anderen Medikamente. Bei der Behandlung vom MM hat sich in den letzen 10 Jahren extrem viel getan, heute würde man so wahrscheinlich nicht mehr behandeln.
Die NRAS Mutation an sich ist kein hochrisiko Parameter. Wohl aber andere Chromosomendefekte, oder eine Kombination davon, die hast du aber nicht explizit erwähnt.

Ich wünsche dir einen schnellen Termin in der Uniklinik, das wird sicherlich einige deiner Unsicherheiten klären.
Alles Gute!
 

Liebe Grüße
Ibi

Mapoli antwortete auf Wahl einer Uni
18 Mai 2026 19:46
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    18 Juni 2011
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Hallo Kuni,

ich kann Deine Sorge und Unruhe verstehen, aber wie miregal schon schreibt, solltest Du nun in Ruhe schauen, welche Option die Beste für Dich ist.

Um die Terminvergabe etwas zu beschleunigen hier ein kleiner Hinweis: Wenn der Arztbrief noch nicht fertig ist, kannst Du Dir alle Berichte ausdrucken lassen und schon mal zur Uniklinik schicken. Vielleicht direkt an das Sekretariat von Prof. Scheid.
Wichtig sind dazu die Berichte vom CT, alle Laborwerte inklusive Elektrophorese, M-Gradient und Immunfixation, alle Berichte vom Knochenmark (Pathologie, Zytologie usw.).

Zur Vorbereitung auf das nächste Arztgespräch mit Deiner Ärztin in der Praxis ist dieser Flyer hier hilfreich:  www.myelom.org/images/grundlagen/broschu...MM_Flyer_Was_nun.pdf

Alles Gute weiterhin.
Ma
 

miregal antwortete auf Wahl einer Uni
18 Mai 2026 19:29 - 18 Mai 2026 19:36
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    17 Mai 2019
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Hallo Kuni,
bei einem Myelom muss nicht sofort wie bei anderen Krebsarten gehandelt werden. Da du noch keine körperlichen Schäden hast (CRAB) genannt, also Blutarmut, Nieren oder Knochenschäden, ist momentan allein das stark erhöhte Leichtkettenverhältnis eine Behandlungsoption (genannt slim CRAB). Es bleiben also noch einige Wochen zur besten Therapiewahl. Bei einer NRAS Mutation ist Velcade/Bortezomib unwirksam. Wäre also schon wichtig, in der Uniklinik die richtige Therapie zu wählen. Bortezomib hat übrigens auch die meisten Nebenwirkungen (Neuropathien, also Nerverschäden)
ashpublications.org/blood/article/123/5/...t-KRAS-significantly
Letzte Änderung: 18 Mai 2026 19:36 von miregal.

Kuni antwortete auf Wahl einer Uni
18 Mai 2026 19:05
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    14 Mai 2026
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Liebe Forumteilnehmende, Vielen Dank für eure Antworten. Mir wurde inzwischen die Uni Köln als beste Wahl empfohlen. Leider konnte ich dort noch keinen Termin bekommen, da meine Ärztin den Arztbrief noch nicht verschickt hat und die den brauchen.
Anfang November hatte ich hohe Leber- und Vit B12 Werte, worauf mein Hausarzt weitere Blutuntersuchungen u.a. auf Hepatitis, Tumormarker veranlasste - alle negativ. Anfang März wurde dann eine verdächtige Bande im Kappa Bereich festgestellt mit dem Hinweis, es in 8 bis 10 Wochen noch einmal zu kontrollieren, da es noch kein sicherer Hinweis auf eine monoklonale Gammopathie sei. Es wurde dann noch eine Bestimmung der freien Leichtketten vorgeschlagen, was mein Arzt sofort veranlasste.
Ergebnis: Kappa Leichtketten: 1085.60 mg/l       Lambda Leichtketten: 8.18 mg/l       Quotient: 132.714
Ich war natürlich sehr schockiert , mein Hausarzt schickte mich zu einer Hämatologin, die eine Knochenmarkbiopsi durchführte und ein Ganzkörper CT der Knochen anordnete. Letzteres war unauffällig, aber die Ergebnisse im Knochenmark ergaben einen 50% Anteil von atypischen Plasmazellen, dazu eine NRAS Mutation und mehrere Mutationen, die als Hochrisiko eingestuft werden. Die Ärztin ordnete bei der Besprechung der Ergebnisse schon die entsprechende Therapie an. Leider hatte ich mich im Vorfeld nicht mit der Krankheit beschäftigt, weil ich mich ohne genaues Ergebnis nicht unnötig sorgen wollte. Ich konnte deshalb auch keine Fragen zur Therapie usw stellen. Die Ärztin wies mich auf die Nebenwirkungen der vorgeschlagenen Medikamente hin.   Nach ausgiebigen Recherchen auf den entsprechenden Internetseiten habe ich inzwischen sehr viele Fragen. Mir wurde bei meiner Bitte um einen weiteren Beratungstermin ein Telefonat mit der Ärztin angekündigt, in dem ich meine Fragen stellen könne. Leider war sie letzte Woche nicht in der Praxis, ihr Vertreter aus einer anderen Praxis konnte mir die Fragen nicht beantworten, da er meinen Fall nicht kennt.
Ich frage mich inzwischen, ob es normal ist, dass sich alles so lange hinzieht und habe Angst. Sowohl mein Hausarzt als auch weitere liebe Freunde rieten mir, mich auf jeden Fall in einem großen zertifierten Zentrum beraten zu lassen. 
Ganz liebe Grüße Kuni

Ibi antwortete auf Wahl einer Uni
17 Mai 2026 17:37
  • Ibi
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    17 März 2025
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Hallo Kuni,
es ist sicherlich erstmal einen Schock, so eine Diagnose, das ist nicht einfach!

Es macht sicherlich Sinn, sich bei einem auf MM spezialisierten Arzt, eine 2. Meinung zu holen.
Wie und wo dann die Behandlung stattfindet, wird dann davon auch abhängen was da rauskommt. Auch ob für dich eine Studie in Frage kommt.

Wie Miregal geschrieben hat, haben alle MM Patienten (mehrere) Genabweichungen. Bestimmte Genabweichungen oder bestimmte -Konstellationen werden als Hochrisiko eingestuft.  Es kommt also darauf an, was bei dir aus der Knochenmarkuntersuchung, in der Zytogenetik rausgekommen ist. Im Prinzip müsste im Arztbrief auch eine Stadiumeinteilung nach ISS oder besser noch R-ISS stehen, darin ist die Risikoeinstufung enthalten.
Wie Mapoli geschrieben hat, ist der Goldstandard heute (auch für Hochrisikopatienten) die 4fach Kombination inkl. Antikörpertherapie (abhängig vom Alter, Allgemeinzustand, etc…) gefolgt von einer autologen Stammzelltransplantation.
In bestimmten Fällen (sehr hohes Risiko) wird dann ggf. einigen Monaten später die Stammzelltransplantation wiederholt. Die Transplantation findet natürlich im Krankenhaus statt, die Induktionstherapie (4fach Kombi) kann ( ggf. Zusammensprache mit dem Krankenhaus) auch beim behandelnden Onko-/Hämatologen stattfinden. Professor Einsele von der Uniklinik Würzburg hat diese Vorgehensweise im letzten Digitalen Myelomforum explizit erwähnt. Er sagte, dass bei der Standardtherapie, die Vor- und -Nachtherapie in den niedergelassenen Zentren erfolgen soll, die Uniklinik bleibt natürlich für Rückfragen offen und ist weiterhin für die Behandlung in Studien und für spezielle Therapien zuständig.

Ich wünsche dir eine sehr erfolgreiche und nebenwirkungsarme Therapie!
 

Liebe Grüße
Ibi