Hallo,
inzwischen hatte ich große Auswirkungen durch die Chemotherapie. Bei der letzten Injektion der Spritzen ging es mir noch gut. Glaube das war die 5 o. 6 Therapie, wo ich dort war. Anderen Tag bekam ich heftige Bauchschmerzen und musste den Notarzt rufen. Sie haben mich gleich mitgenommen und dort im Kreiskrankenhaus wurde durch ein Bauch-CT festgestellt, das ich eine Darmentzündung hatte. Die CRP-Werte waren hoch und ich wurde dann mit Antibiotika behandelt. Daraufhin wurde ich auf eine komplette falsche Station verfrachtet, sprich auf die Chirurgie.
Der zuständige Oberarzt dort hatte keine Ahnung von der kardialen AL lambda Amyloidose und behandelte mich dort falsch. Er wollte mich in eine andere Klinik verlegen, weil ich sollte operiert werden. Da ich noch an einen etwas größeren Leistenbruch leide. Um das alles vorzubereiten zur Verlegung in die andere Klinik, zur Operation, verordnete er mir Abführmittel. Also musste ich das alles trinken. Die Auswirkungen des Abführmittel brauche ich ja nicht weiter beschreiben. Auch setzte er erst morgens der geplanten Verlegung den Blutverdünner ab. Obwohl bei diesem Blutverdünner ca. 48 Stunden zwischen Absetzten und Operation liegen muss. Wäre das passiert, wäre ich auf dem OP-Tisch verblutet. Auch das andere Krankenhaus hatte keine Ahnung von der AL Amyloidose. Die hätten erstmal Rücksprache mit der Hämatologie führen müssen, wie viel Amyloide im Blutkreislauf rumschwirren. Wäre das zu viel, hätte es Komplikationen gegeben.
Als der Chefarzt am Morgen kam und sich ein Bild von mir gemacht hat und erfahren hat, was ich für eine Krankheit habe. Hat er sofort alles abgeblasen und die Verlegung revidiert. Ich wurde daraufhin dann nur mit Antibiotika behandelt. Aber das Abführmittel hatte ich trotzdem noch im Körper, weil ich frühmorgens um 5 Uhr nochmals einen Liter von dem Zeug trinken musste.
Also waren die Auswirkungen noch den ganzen Tag spürbar. Durch die viele lauferei auf Toilette hatte ich mir meinen " Beutel " wundgescheuert. Da auf der Toilette ein Gummitoilettenaufsatz war, musste ich immer darüber rutschen. Der Gummitoilettenaufsatz war Hygienisch auch nicht gerade sauber. Die Reinigungskräfte haben dort auch nur wischi waschi gemacht. Nach einer Woche bin ich dann entlassen worden. Durch das wundgescheuerte, dort unten, trat Wundflüssigkeit aus. Das trippte wie sonst was, stand immer unter Wasser, wenn ich irgendwo stand.
Zu Hause habe ich das erstmal auskuriert, mit Warmwasser und Salbe. Inzwischen ist alles wieder gut. Auf der Station dort, hat man keine Rücksicht genommen, das ein Chemo-Patient dort liegt.
Jetzt 14 Tage später habe ich unverhofft eine Wundrose im linken Bein bekommen. Das ging über Nacht los und war Feuerrot, hatte aber kein Fieber. Musste den ärztlichen Notdienst(Bereitschaftsdienst) rufen. Die Bereitschaftsärztin kam dann auch raus und sah sich das alles an. Sie hat gleich das gesehen, was los war. Sie verschrieb mir Antibiotika und ich muss das kühlen. Komme in kein Schuh rein, weil die Füße geschwollen sind. Laufe hier zu Hause nur Barfuß rum.
Jetzt muss ich erstmal sehen, wie lange ich die Dara-CyBorD Therapie aussetzen muss.
Vor der ganzen Chemo hatte ich sowas alles nicht. Bin mal gespannt, was noch so kommt.
So das ist der Stand der Dinge bei mir.
Gruß Karl
Letzte Änderung: 27 Mai 2026 17:59 von Karl59.