Hallo Sina,
nur nicht verzweifeln und aufpassen, was man im Internet so liest. Diese dort genannten medianen Überlebenszeiten sind z.T. längst überholt.
Mein Lebensgefährte (LG) hatte seine Diagnose im August 2007. Er war im Stadium III A (also das Schlimmste, aber ohne Nierenversagen), hatte die Rippen und die ganze Wirbelsäule voller Löcher und heftigste Schmerzen.
Wir hatten auch erst das Gefühl, uns wird der Boden unter den Füßen weggezogen. Er hatte dann auch Therapie mit Velcade und eine Stammzellentransplantation. Nachdem er sich erholt hatte, hatten wir eine wunderbare Zeit und haben vor allem all das angegangen, was wir immer schon mal machen wollten. Wir haben für ein paar Tage seine Tochter in Berlin besucht, sind für vier Wochen nach Thailand geflogen. Er ist Fahrrad gefahren und als Musiker wieder live aufgetreten. Erst wenn einem die Endlichkeit des Lebens so richtig bewusst wird, lernt man es richtig schätzen.
Leider hat die komplette Remission nicht so lange gehalten, wie wir es uns gewünscht hätten, aber mit Revlimid und später Velcade und immer mal Bestrahlungen hat er bis heute ein lebenswertes Leben und das nach immerhin dreieinhalb Jahren. Jetzt hat er völlige Therapiepause und muss erst in 2 Monaten wieder zur Blutbildkontrolle. Du siehst also, es ist viel zu früh zum verzweifeln. Such dir ggfalls. auch professionelle Hilfe, das habe ich auch getan.
Nur Mut und viele, liebe Grüße auch an deine Mutter.
Caro