Liebe Katrin,
ich kann sehr gut nachvollziehen wie Du dich fühlst!!!! Bei mir wurden all diese Bestimmungen auch gemacht. Ich wollte auch unbedingt (sehr schnell, habe immer wieder nachgehakt, wo denn das Ergeniss bleibt) wissen, wie der Verlauf der Krankheit laut FISH usw. eingeschätzt wird. Dann kam das Ergebnis, ich wurde als Hochrisikopatient eingestuft. Das war ein Ergebnis was ich mir nicht erhofft hatte. Erst die Nachricht MM dann die nächste "Supernachricht". Dieses Ergebnis ist in meinem Hirn eingebrandt und das ist sehr sehr schlecht. Warum? Ich wurde behandelt, zwar mit starken Nebenwirkungen, aber bis heute erfolgreich. Feb. 2007 Beginn heute haben wir Nov. 2010. Bis heute ohne Rezidiv soweit man es nachweisen kann.Aber im Hinterkopf immer diese Hauswertung Hochrisikopatient.Wenn ich es nochmals entscheiden könnte, würde ich mir die Ergebnisse nicht mehr mitteilen lassen. Habe über dieses Problem auch schon oft mit meinem Onkologen gesprochen, der immer wieder versucht mich aufzufangen. Er ist der Meinung und viele Kollegen von ihm auch, das die FISH Auswertung dem heutigen Stand und der heutigen Erfahrung (sprich den vorliegenden Statistiken) entspricht, das kann in ein paar Jahren schon wieder ganz anders aussehen. Wie schon erwähnt, heute würde ich nicht mehr nachfragen. Manchmal ist es gesünder nicht alles zu wissen. Warum will man das Ergebnis wissen, klar weil man hofft etwas positives zu erfahren. Das mag ja auch sehr aufbauend sein, nur der Preis den man zahlt wenn es negativ ist, ist meiner Meinung nach höher. Liebe Katrin, an meinem Beispiel kannst du sehen, das es auch gute Chancen gibt, trotz Hochrisikopatient lange zu überleben. Ich hoffe natürlich noch lange Zeit.
Viele liebe Grüße
Gisela