Hallo!
Wenn ich mich jeden morgen daheim auf meine Waage stelle, ja, da
koennte man sagen, dass mich nur die Tendenz interessiert, ob es
mehr oder weniger als gestern geworden ist....
Aber wenn ich mich dann uebermorgen bei meiner Schwester
auf die Waage stelle, dass dann da anstelle von einer 75 im Display
eine 150 oder eine 40 im Display steht, das halte ich fuer abbbbsolut
ausgeschlossen....
Ich bin zwar kein Wissenschaftler, aber arbeite mit Wissenschaftlern
zusammen. Und wenn da was gemessen wird, ok, um da bei meiner
Waage zu bleiben, da will ich mich nicht um die Nachkommastelle streiten
und nicht um ein Kilo rauf oder runter, aber ich halte es fuer abbsolut
ausgeschlossen, dass da aufmal eine gannnz andere Zahl steht...
Und wenn eine Groesse im wissenschaftlichen Bereich schwierig
zu messen ist, dann steht an dem Ergebnis der Messung aber auch
ein Fehlerbereich dran, also plus/minus soundsoviel...
Soviel zum Thema Wissenschaft....
Meine Leichtketten sind bisher an 3 verschieden Stellen
gezaehlt worden. Bei meinem Hausonkologen, meinem Studienonkologen und Heidelberg.
Alle 3 verwenden unterschiedliche Testkits, aus welchen Gruenden
auch immer....
(Habe ein Lambda-Leichtketten-Myelom)
Und was denkt Ihr, wie die Messergebnisse sind...
Auch alle unterschiedlich....
Aber mit einer 2:1 Aehnlichkeit, also Hausonkologe
und Heidelberg ungefaehr aehnlich, Studienonkologe
total anders (viiiiel niedriger).
Mein Hausonkologe verwendet das Testkit von BindigSite,
der Studienonkologe das von Siemens und Heidelberg das
von Optilite.
Heidelberg vor Behandlungsbeginn:
2548.4 mg/l, range: 5.7-26.3
nach HD: 216.9
jetzt: 292,2
Bei meinem Hausonkologen lag der
Wert vor Behandlungsbeginn in
einem aehnlichen Bereich, wie
auch der Heidelberger (den genauen
Wert muesste ich raussuchen, inzwischen
ist mein Stapel mit Blutwerten und
sonstigen Befunden schon ziemlich hoch
geworden...)
Studienonkologe:
vor Behandlungsbeginn: 1700
vor der Hochdosis: 50,8
(nach HD muesste ich noch raussuchen,
war auf jeden Fall dann im range drin)
jetzt: 35.7 mg/l, range 8.3-27.0
Die Einheit und der Range ist ja bei
allen Dreien gleich.
Aber als Patient finde es es mehr als
meeeega totaaaal unbefriedigend, dass
es da solche Unterschiede bei den
Messungen gibt.....
Ich wuerde als Patient schon gerne
wissen, bin ich jetzt im range drin
mit meinen Leichtketten (oder knapp
drueber bei der letzten Zaehlung
im Studienkrankenhaus) oder bin ich
um den Faktor 10 drueber, wie in
Heidelberg????
Ok, die Biester, die da zu zaehlen sind,
die sind wahrscheinlich auch winzig
klein.
Aber entwender das Testkit kann
die mit einer annehmbaren Genauigkeit
zaehlen oder nicht.
Aber wenn nicht, dann muss ich es doch
auch bitte bleiben lassen....
Faktor 10 Unterschied zwischen 2 Messmethoden
finde ich fuer ein wissenschaftliches Ergebnis
unhaltbar und indiskutabel....
Geschweige denn die Unsicherheit ueber seine
Gesundheit, die man als Patient hat....
Wie sind Eure Erfahrungen mit unterschiedlichen
Kits?
Wenn 2:1 ca. gleichauf liegt und die Werte, die mit
dem Siemenstestkit ermittelt worden sind, so
gannnnnz anders sind dann
waere meine Laienmeinung, dass das dann leider
ausscheidet....
Kostet ein Siemenstestkit nur "3 Euro Fuffzig"
und die anderen sind um Faktor 10 teurer, dass
dann ein Krankenhaus den Billigkram nimmt, ist
ja egal, ob das Kit auch wirklich gut zaehlen
kann oder nicht, oder wie darf man das
interpretieren??
Fuer mich als Patienten jedenfalls hoeeeeechst
unbefriedigend.....
Wie seht Ihr das, wie sind da Eure Testkit
Erfahrungen?
Gruss, Bettina