Ich lebe in Wien und wurde im AKH und Hanuschkrankenhaus behandelt. Nach der HD/aSZT wird hier nach 100 Tagen ein F-18 FDG PET gemacht. Dann wird ein Knochenmarksaspirat entnommen und in einem Speziallabor mit Leukozytentypisierung bestimmt, wieviele Tumorzellen sich unter 1 Million Zellen befinden. Wenn alles negativ ist, spricht man von MRD Null. Aber selbst wenn noch wenige Zellen gefunden werden, wie bei mir 0.026 Prozent, ist das nicht beunruhigend, da danach sowieso die Erhaltungstherapie durchgeführt wird, es sei denn, die Zahl ist zu hoch und man braucht noch Therapie zur Konsolidierung.
Im weiteren Verlauf wird bei mir derzeit monatlich ein Blutbefund gemacht (nun seit 2 Jahren), hier schaut man auf den M Gradienten, die Immunglobulin Werte, die freien Leichtketten, das b2Microglobulin und die Harnanalytik.
Eine weitere PET Untersuchung oder Knochenmarksuntersuchung ist nicht geplant, solange die Laborwerte unauffällig sind und es mir gut geht.
Ich weiß auch nicht, warum in den unterschiedlichen EU Ländern die Richtlinien und Standards unterschiedlich sind.
Ich finde, dass die Untersuchungen 100 Tage nach HD/aSZT kein Luxus sind und in den Gesamtkosten der Behandlung nur einen geringen Anteil ausmachen, aber eine wesentliche Aussage zum Erfolg der Behandlung liefern.
Johannes