Hallo Herbert,
es ist wirklich viel, was da plötzlich auf einen einstürmt, noch dazu wenn man erst mal die Diagnose verkraften muss. Ich würde dir auch raten, alles was du nicht verstehst und wozu du Fragen hast aufzuschreiben und dann beim Onkologen zu stellen. Am besten machst du dir auch Notizen zu den Antworten, denn oft hat man das zu Hause wieder vergessen. Der Onkologe ist dafür da, dir alles genau zu erklären und dafür muss er sich Zeit nehmen.
Hast du denn niemanden, der mit dir mitgehen kann? Vielleicht ein guter Freund? Ein paar Ohren mehr sind immer gut und es gibt etwas mehr Sicherheit danach mit jemanden über das was man erfahren hat sprechen zu können.
Ich würde an deiner Stelle einfach im Sekretariat der Spezialistin in Frankfurt anrufen, deine Situation schildern und sie dann bitten dir die weitere Vorgehensweise zu erklären. Die können dir dann sagen, ob du direkt einen Termin bekommen kannst oder das über deine jetzige Klinik erfolgen soll. Und wann immer du etwas nicht genau verstehst, frag nach, wenn nötig auch mehrmals. Die Medikamente können manchmal Müdigkeit und Konzentrationsprobleme verursachen, das ist ganz normal und darum ist es wichtig nachzufragen, damit man auch alles richtig versteht.
Wenn dich all das zu viel Kraft kostet, kannst du dich vielleicht auch an den Sozialdienst in deiner Klinik wenden, vielleicht können die dich irgendwie unterstützen.
Lass dich nicht entmutigen, es dauert seine Zeit, bis man das alles in Griff bekommt, aber das wird mit der Zeit immer besser.
Herzliche Grüße, Sunny
Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.