Es gibt in Deutschland offenbar zwei Kliniken, die sich unter anderem auf Behandlung und Forschung des Multiplen Myolem spezialisiert haben.
Die sind Uniklinik Würzburg und Uniklinik Heidelberg, trotzdem denke ich, dass man nicht immer und notwendigerweise dort am besten aufgehoben ist. Zum einen kochen die auch nur mit Wasser. Zum anderen, bei einer Neuerkrankungsrate von ca 6500 pro Jahr würden die beiden Kliniken hoffnungslos überlaufen sein, wenn sich jeder dorthin wenden würde. Viele andere Kliniken, vorzugsweise Unikliniken, die eine gute hämatologisch onkologische Abteilung haben und etwas Erfahrung mit dem Multiple Myelom, tun es in der Regel auch, solange das multiple Myelom auf die Standardverfahren anspricht, was offenbar bei den meisten Fällen zutrifft. Erst wenn das nicht der Fall ist macht es wirklich Sinn, sich für eine zweite Meinung an eine der beiden Kliniken zu wenden. Meistens reicht es dann sogar aus, sich dort Empfehlung zu holen, die dann zu Hause in der onkologischen Praxis umgesetzt werden.
Bei heftigeren Therapien, z.b alogene Stammzelltransplantation, bispezifische Antikörper und CarT-Zellen sollte man sich schon eine Klinik suchen, die damit Erfahrung hat und gut mit den möglichen, auch lebensbedrohlichen Nebenwirkungen umgehen kann. Und das sind auch nicht nur Heidelberg und Würzburg.
@Karsten:
Was war schlecht in Leipzig, dass du eine andere Klinik gewählt hast und war damals Dr. Merz schon dort?
Liebe Grüße, Jockel
Wer Tippfehler findet, darf sie behalten
Körper sind vergänglich, Seelen nicht.