Grad der Behinderung ist sinnvoll (bringt aber außer einem steuerlichen Vorteil quasi nix) - den werdet ihr aber erst beantrangen können wenn das Myelom in ein Stadium eingeteilt ist - also erst wenn die Ergebnisse der Biopsie vorliegen.
Genau genommen ist die ganze Myelombehandlung Palliativmedizin. Hört sich hart an, aber es ist nicht heilbar und daher betreibt man die ganze Zeit mehr oder weniger Symptombehandlung. Ich habe vor 2 Monaten allerdings eine ärztliche Verordnung für ein mobiles Palliativteam bekommen. Da ich immer wieder mit sehr starken Schmerzen zu tun habe, die ohne jede Vorwarnung kommen, habe ich so die Möglichkeit außerhalb von 112 oder Bereitschaftsarzt jemanden ins Haus kommen zu lassen, der mir was gegen die Schmerzen gibt. Musste es zum Glück noch nicht in Anspruch nehmen, aber es beruhgit, dass ich da Schmerzärzte kommen lassen kann.
Krankenkasse/Rente läuft im Hintergrund ab. Falls deine Mutter bereits Rentnerin ist, fällt das Prozedere (zum Glück) weg.
Zuzahlungen im Blick behalten! Ich gebe meiner Krankenkasse keinen kostenlosen Kredit für ein Jahr. Durch Fahrtkosten, Klinikaufenthalte, Rezepte und die Medikamente, die ich ambulant erhalte, kommt da eine große Summe zusammen. Das Myelom ist eine teure Erkrankung.
Pflegegrad beantragen - noch solange man im Krankenhaus ist. Nach dem Klinikaufenthalt ging es mir immer bedeutend schlechter als vorher. Kaum bin ich 2 Wochen daheim, geht es mir sogut, dass ich nicht mal mehr Pflegestufe 1 mit dem Entlastungsgeld erhalte.
Wenn ihr in ambulanter Behandlung seid: unbedingt einen Transportschein geben lassen. Es bleibt dann nur die Zuzahlung pro Fahrt als Kosten und die Belege kann man dann wieder bei der Krankenkasse einreichen. Manchmal muss das als Patient selber ansprechen weil ich den onkologischen Praxen keiner drandenkt.
FALLS ihr einen Kopf dafür habt (ich zähle das zu deinen genannten ´wichtigen Angelegenheiten´): alles für´s Ableben organisieren bzw. wenigstens mal drüber sprechen. Wobei ich es von mir selbst kenne: wenn es dir so richtig dreckig geht und du nicht mehr dran glaubst jemals lebend aus dem Krankenhaus wieder rauszukommen: es ist dir egal ob etwas organisiert ist oder nicht. Da interessiert es nicht, dass du eigentlich noch jede Menge nicht gebrauchte Sachen in ebay verkaufen willst, weil du dich eigentlich verkleinern wolltest. Es interessiert auch nicht, dass keiner deine Bankzugangsdaten hat - dauert über das Nachlassgericht halt nur länger.
Ich bastel heute - 2 Jahre nach der Diagnose - immer noch an meinem Notfallordner rum. Sowas macht man in der Zeit, in der es einem noch gut geht. Allerdings tut man dann auch ganz viele Sachen, die man sonst nicht machen kann und dann tut man doch wieder nix...Werde mich aber nächste Woche hinsetzen und eine Bestattungsverfügung machen.
Wenn du mehr über Pflegebeantragung und co wissen willst, ober was andere alles organisiert haben, würde ich dir empfehlen in einem anderen Bereich des Forums einen extra Thread dafür aufzumachen. Hier geht das sonst unter