Hallo Jockel,
das habe ich gerne gemacht, aber als ich es dann abgeschickt habe war ich mir nicht sicher, ob das nicht zu viel war. Aber ich dachte dann, vielleicht hilft es ja jemandem mal, der am Anfang steht, so wie wir.
Eine Sache noch, die ich auch gefunden habe:
Die Verteilung ist statistisch wohl so:
Typ IgG: 50% aller multiplen Myelome
Typ IgA: 25% aller multiplen Myelome
Typ Bence-Jones-Myelom (Leichtketten): 20% aller multiplen Myelome
Selten: Typ IgD (asekretorisches Myelom): <1% aller multiplen Myelome, Typ IgE
Macht 96% der Fälle aus (was die übrigen 4% sind konnte ich nicht herausfinden, wahrscheinlich Amyloidosen, etc.).
Und von dem, was Du geschrieben hast, trifft wohl das Leichtketten-Myelom auf Dich zu (leider). Hoffe, dass das Deine Nieren auf Dauer verkraften. Das Leichtketten-Myelom ist meinem Verständnis nach nur eine andere Form des Multiplen Myeloms, und auch meinem Verständnis nach leider eine recht fiese Form, was wieder mal zeigt, wie mies diese Krankheit ist.
Du hattest geschrieben, dass das bei Dir gar nicht mehr gemessen wird. Finde ich ein wenig komisch, denn im Urin ist das sehr einfach und im Blut-Serum ginge das ja auch über Serum FLC Assays Analyse (sFLC), was übrigens mittlerweile empfohlen wird (ist genauer gegenüber der Proteinelektrophorese (PEP) als auch der Immunfixationselektrophorese (IFE)).
Warum sich das bei meiner Frau nun von IgA zu IgG noch vor der ASZT geändert hat, kann mir wahrscheinlich niemand erklären. Auch meine Recherchen zeigen eher, dass man nicht weiß, was da passiert. Da die ASZT morgen eingeläutet wird, versuche ich nochmal einen Arzt zu fragen, aber ohne große Erwartungen auf Antworten. Habe einen Bericht gefunden, der diesen Isotyp-Switch beschreibt, aber das ist jenseits von dem, was ich verstehe (somatische Hypermutation).
Hier eine Art - soweit es möglich war - Zusammenfassung, was dieser Isotyp-Switch bedeuten könnte:
Die Beurteilung einer somatischen Mutation von IgA Kappa zu IgG Kappa beim bestehenden Multiplen Myelom kann verschiedene Aspekte beeinflussen und ist von klinischer Relevanz. Dabei sind folgende Punkte zu berücksichtigen:
Klinische Charakteristika: Die IgA- und IgG-Isotypen des Multiplen Myeloms haben unterschiedliche klinische Merkmale. In einigen Fällen kann das IgA-Multiple Myelom aggressiver sein als das IgG-Multiple Myelom. Die Umwandlung von IgA Kappa zu IgG Kappa könnte daher eine Veränderung der Krankheitsaktivität anzeigen. Eine erhöhte Aggressivität kann auf ein schnelleres Fortschreiten der Erkrankung hindeuten.
Prognose: Die Isotypen des Multiplen Myeloms können auch die Prognose beeinflussen. In einigen Studien wurde beobachtet, dass das IgG-Multiple Myelom eine günstigere Prognose haben kann als das IgA-Multiple Myelom. Wenn also eine somatische Mutation zu einem Wechsel von IgA Kappa zu IgG Kappa führt, könnte dies möglicherweise eine bessere Prognose bedeuten.
Es gibt keine eindeutige Antwort auf die Frage, ob die Prognose bei einer somatischen Mutation von IgA Kappa zu IgG Kappa beim bestehenden Multiplen Myelom besser oder schlechter ist.
Die Umwandlung von IgA Kappa zu IgG Kappa durch eine somatische Mutation kann sich auf verschiedene Aspekte der Prognose auswirken. Zum Beispiel kann eine Veränderung des Isotyps dazu führen, dass der Tumor möglicherweise auf bestimmte Therapien empfindlicher oder resistenter wird.
Noch kürzer: Man weiß es nicht
Weiterhin Alles Gute an Euch alle.