Hallo Heiri,
ich glaube, es geht in der Anfangsphase nicht darum, den richtigen niedergelassenen Facharzt zu finden, sondern die richtige Klinik - und zwar eine, die sich mit dem MM auskennt und Erfahrung hat. Das MM ist selten und viele Mediziner gucken beim Begriff "MM" einigermaßen sparsam aus der Wäsche... Gerade zu Beginn müssen daher Fachleute ran. Da sollte man - wenn eben möglich - auch eine längere Anreise nicht scheuen. Ergänzend hat sich die Einholung einer Zweitmeinung bewährt - insbesondere bei komplizierteren Fällen, Zusatzerkrankungen etc.
Wenn dann endlich das komplizierte Diagnose-Procedere abgehakt ist und ein Therapieplan erstellt, besprochen und eingeleitet wurde, kann man auch zu einem guten niedergelassenen Hämatologen/Onkologen wechseln, der "den Rest" (sorry!) macht, die Therapie überwacht etc.und in enger Abstimmung mit den Klinikärzten weiter behandelt. (Soweit die theoretische Idealvorstellung...)
Osteoporose und die Knochenschäden durch ein MM sind völlig verschiedene Krankheitsbilder. Das MM verursacht normalerweise regional genau zu bestimmende Osteolysen unterschiedlicher Menge und Ausdehnung - eine Osteoporose erfasst das gesamte Skelett. Leider werden MM-bedingte Knochenbeschwerden immer noch und immer wieder vorschnell als "degenerative Veränderungen" oder "Osteoporose" fehl-diagnostiziert - häufig von Orthopäden, die aus ihrem gewohnten Denkschema und Erfahrungsmuster nur schwerlich herausfinden. Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass bei einem Patienten beide Krankheitsbilde zusammenfallen - was sich aber durch eine gründliche Diagnose klären lässt.
Bleib dran - es geht um dich!
Dir alles Gute und liebe Grüße,
Margret
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