Hallo Mapoli,
einiges hatte ich ja schon gelesen. Wegen beruflichen und privaten habe ich auch etwas mehr Verständnis bei den ganzen Begriffen. Ich denke auch das Material hier wird sehr hilfreich sein. Ich muss mir das alles in einer ruhigen Minute anschauen. Ich denke aber zu viel auf einmal ist auch erschlagend. Das sollte ich auch vielleicht nicht allein machen.
Von der Medizinischen Seite und wenn man sich die Fakten anschaut, weiss ich das es lange so bleiben kann. Aktuell ist halt alles nur "am Anfang". Es ist halt ein Kopfsache.
Geduld musste ich ja schon ganz am Anfang üben. Wobei ich wohl mit den Zeitfenstern sehr gut dran bin, wenn ich mir das anschaue (erste Blutentnahme 17.2, Besprechung 22.2, endgültige Diagnose 19.4). Ich bin da auch schon anderes gewohnt und habe schon ein 2-3 Wochen quasi von der Krankenhauskantine gelebt, weil ich da mehr oder weniger mein "Outdoorbüro" hatte und jede Minute die ich durfte zu meinem Vater auf die Intensiv gegangen bin nach einer OP. Ich habe das erste Jahr nach der Nierentransplantation bei meinem Bruder bei jedem Anruf von Ihm zusammengezuckt und gehofft es ist alles in Ordnung.
Die Erfahrung meiner Ärzte kenne ich halt nicht. Es handelt sich hier im die Praxis in Wesel im MVZ (Ich weiss nur das mein Hausarzt mich in diesem Fall direkt an die verwiesen hat. Wenn ich nach seinem Kollegen schaue, finde ich auch gerade im Bezug auf MM auch einige Treffer. Bzgl. der Zweitmeinung muss ich schauen wo. Ich weiss nicht wie die Ärzte im Ruhrgebiet verteilt sind. UK Essen ist zwar sehr gut, aber "dank" der Pandemie schwimmen die gerade extrem.
Einen Teil der Befunde habe ich ja schon hier (gerade auch die aus der Radiologie mit den Datenträgern). Es fehlen jetzt nur noch die 2 Befunde aus der Onkologie (erste Erlektrophorese und die "Startuntersuchung" vom Montag. Der leere Ordner steht schon bereit. Da meine Lebenspartnerin auch auf so etwas Wert legt, war das der Plan. Dazu kommt noch auch, das ich halt ein "Spielkind" und Techniker bin (oder Neudeutsch gesagt kleiner Nerd

). Deswegen kommen die Unterlagen auch gesichert immer mit auf das iPad für den zweiten Fall.
Zu einer/einem Professionellen (ich muss ich im Vorfeld Entschuldigen, aber etwas "Niveauloser Humor", Sarkasmus und Ironie ist eine Art von mir so etwas zu verarbeiten. Falls es beleidigend rüberkommen sollte bitte bescheid sagen) zu gehen, hatte ich auch schon überlegt. Meine Freundin hat mich auch darauf hingewiesen, das in dem MVZ auch 2 Psychologen arbeiten. Vielleicht sollte ich da mal anfangen.
Raubbau ist halt so ein Ausdruck. Ich war halt lange Zeit Selbstständig und da achtet man halt nicht so auf sich. Die letzten Jahre wurden dann etwas angenehmer, aber dann kam 2020. Da habe ich halt mich wieder gehen lassen. Auch wenn das nicht so schlimm ist. Ich glaube aber, in dem Punkt kriege ich so langsam die Kurve. Gerade auch Sport macht den Kopf frei und das Radeln tut gut (nebenbei kann man noch dem Hobby nachgehen). Ich habe auch zum Glück ein paar Kollegen mit denen man gemeinsam fahren kann. Bis vor kurzem war ich eigentlich immer die Person in der Familie zu dem man ging, wenn man Probleme hatte. Ich habe halt funktioniert, in jeglicher Lage und das über 30 Jahre lang. Die Änderung kam aber dann schon vor dem Verdacht und vielleicht habe ich auch deswegen mal etwas mehr auf mich gehört und nun zwar die Diagnose aber auch eine Gewissheit warum bestimmte Dinge so sind wie sie sind (meine Infektanfälligkeit usw.). Das ist auch nun etwas woran man arbeiten kann. Es fällt halt aber schwer aus dem Trott rauszukommen. Ich muss mir halt (wie ob selber, oder auch mit Hilfe in welcher Form auch immer) klar werden, das ich mich wieder mehr auf mich besinnen muss und auch mit einigem lernen muss, offener umzugehen. Nicht nur funktionieren, sondern auch leben.
puh, ich verfalle wieder in Zeiten meiner Jugend zurück, wo die Texte immer länger werden.
grüße
Alhazred