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sandra.l antwortete auf MM mit 29
19 Juli 2010 20:38
  • sandra.l
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    02 August 2026
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Liebe Maja!
Ja, du hast sicherlich Recht mit deinem Bauchgefühl, man sollte eigentlich viel öfter darauf hören.
Es gibt immer wieder Dinge auch in meinem Leben, die ich "realistisch" oder "vom Kopf aus" betrachtet besser hätte sein lassen, ich habe mich aber von meinem Bauchgefühl leiten lassen und die Dinge im Nachhinein nicht bereut.
Mein Mann hat auch MM und wir haben einen bald 5 jährigen Sohn.
Für ihn ist unser Sohn "Energie" um auch in den schlechten Zeiten immer weiter nach vorne zu sehen. Kinder bedeuten "Leben" und bringen so viel Freude.
Natürlich sind sie auch anstrengend und man braucht viel Energie, aber für mich sind sie auch "Sinn des Lebens" und wir kommen oftmals mit unserem Clown gar nicht mehr aus dem Lachen raus und Lachen tut so gut.
Auch wenn mein Mann nicht immer so mit ihm "toben" und "rölzen" kann wie es beide gerne würden, auch wenn es schwer war, als er so lange im KH war, auch wenn es wieder schwer wird wenn die "gute" Zeit wieder vorbei ist und wieder eine "schlechtere" Zeit kommt, so gibt ein Kind aber auch viel Energie und Auftrieb wieder "aufzustehen", weiter zu machen, sich nicht aufzugeben.
Ich denke aber auch, dass es mit eine Frage des Alters ist und daher wohl ein jüngere Mensch die Sache mit der Familienplanung trotz Krankheit unter Umständen ganz anders sieht als ein älterer Mensch, der das vielleicht alles schon hinter sich hat mit der Familienplanung. Ich denke auch, wenn wir aufhören in die Zukunft zu planen und immer nur daran denken was unter Umständen irgendwann wieder mit dem MM passieren könnte, dann zieht das doch sehr runter und gibt wenig Mut weiter zu machen.
Bricht die Krankheit schneller (wieder) aus, oder nimmt einen schlechten Verlauf sagt man vielleicht, hätten wir es besser sein gelassen, sind aber unter Umständen "Jahre" oder "Jahrzehnte" ins Land gegangen und man hat aus Angst vor dem weiteren Krankheitsverlauf von dem Wunsch nach einem Kind Abstand gehalten sagt man sich vielleicht: "hätte ich das gewusst, hätte ich es doch nur gewagt".
Ich hoffe ich konnte vermitteln, was ich damit meine.
Die Entscheidung für oder dagegen muss aber jeder ganz für sich alleine tragen, da kann man meiner Meinung nach keine Ratschläge geben.
Ich wünsche dir alles Gute bei deiner Entscheidungsfindung.
Liebe Grüße
Sandra

Maja antwortete auf MM mit 29
22 Juni 2010 21:37
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    02 August 2026
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Hallo an alle die mir geantwortet haben oder den Beitrag gelesen haben :D
Also, jeder von euch hat in seiner Antwort an mich irgendetwas von dem angesprochen, dass mir auch genauso im Kopf herumgeht. Alle Ängste und Zweifel. Aber auch die Dinge, die wieder für eine Familie sprechen. Da mir die Ärzte da auch nicht wirklich weiterhelfen können, werde ich mich wohl mal wieder auf mein "Bauchgefühl" verlassen müssen. Das hat mir schon zweimal gut weitergeholfen, als es darum ging, wichtige Entscheidungen zu treffen wie es mit der Behandlung weitergeht.
Also, vielen Dank an euch alle,
und ich wünsche euch alles, alles gute, bis bald, maja

ttcurly antwortete auf MM mit 29
13 Juni 2010 20:40
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    02 August 2026
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Hallo Maja,

bei mir ist alles ähnlich wie bei Dir. Ich war 32 Jahre bei meiner Diagnose. Bin 4 Monate nach der Diagnose schwanger geworden und habe eine gesunde Tochter die jetzt schon 3,5 Jahre alt ist. Ich habe dafür aber einen hohen Preis gezahlt und fast ein Jahr nach der Geburt um mein Leben gekämpft. Das MM ist bei mir in der Schwangerschaft voll ausgebrochen. Keiner weiss warum und ob es da einen Zusammenhang gibt - aber vorher war alles still und ich musste nicht behandelt werden.
Es war eine wahnsinnig schwere Zeit und ohne die nUnterstützung meiner Familie und einer 24h Kinderkrankenschwester die sich rund um die Uhr um meine Tochter gekümmert hat, als ich im KH war bzw. zu schwach für alles hätte ich das nicht geschafft. Auch finaniziell war da natürlich einiges zu wuppern. Jetzt meistere ich den Alltag fast alleine, aber abends ab 21h falle ich todmüde in die Heia!!! Da geht gar nichts mehr. So ein Kind ist echt anstrengend.
Ich würde mir auch noch 2 weitere Kinder wünschen, aber ob ich das nochmal durchstehen würde ist die Frage und ob ich dann noch selbstständig meinen Alltag schaffe auch! Da darf ich diesem Wunsch leider nicht folgen und muss /bin dankbar für ein gesundes Kind. Was mir natürlich auch immer wieder Mut macht zu kämpfen.

ES IST EINE VERDAMMT SCHWIERIGE FRAGE!!! ICH WEISS NICHT WAS ICH DIR RATEN SOLL!

Schick mir doch eine PM, dann können wir uns so mal austauschen!
Viele Grüße

christine antwortete auf MM mit 29
10 Juni 2010 12:48
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    02 August 2026
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Liebe Maja,

das Leben wird irgendwie "empfindlicher" und "empfindsamer" nach Kind. Die Vorstellung vom Sterben ist für mich (49 + Tochter,14) tatsächlich vor allem deshalb sehr, sehr "uncool", weil ich meine Tochter und ihre Kinder und Kindeskinder weiterhin erleben will.

Wenn ich darf, würde ich Dir schon empfehlen,mal dein Risikoprofil zu prüfen. Jetzt ist soviel Zuversicht in der Forschung, dass du von einem relativ sicheren 10-15Jahre+++ ausgehen kannst, wenn du keine all zu grossen Abweichungen hast, wenn du dann mal in Behandlung musst. Und wenn man sich das Ganze weiterdenkt: In 10 Jahren gibt es wieder neues Teufelszeug.... bevor du dich versiehst, hast du einen selbsgemachten Abiturienten im Haus:-)

Bei Margaret auf dem Blogg gab es auch eine Diskussion um dieses Thema- da kannst du ja mal gucken (ich finde das auf die Schnelle nicht mehr)

Ausserdem gibt es eine Bloggerin in den Staaten, die 35 ist und ein Kind hat (WCK=world`s cutest kid), die schreibt auch vor allem darüber!
adventuresofcancergirl.blogspot.com/2010...public-speaking.html

Schöne Tage
Christine

Margret antwortete auf MM mit 29
10 Juni 2010 11:17
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Maja schrieb: Wie plant ihr eure Zukunft? Ich bin ziemlich hin-und hergerissen. Ich wünsche mir zwar eine Familie, aber bin mir nicht sicher ob es total unverantwortlich ist, oder ob ich mir einen Traum verwehre. Und so geht es mir mit vielen Dingen.


Liebe Maja,

denkst du, das geht einem so viel anders, wenn man nicht mehr so jung ist? :oops:

Natürlich spielen in höherem Alter andere Aspekte eine Rolle - das Thema "Kinder kriegen" ist dann ja zumeist schon abgehakt.

Aber die richtige Balance zu finden, zwischen "Rücksicht auf die Erkrankung" und der "Weiterführung eines normalen Lebens" - das ist eine Aufgabe, die unabhängig vom Lebensalter ansteht. Und die einem mal mehr mal weniger gut gelingt... :wink:

Es ist schwer bis unmöglich, einem fremden Menschen einen vernünftigen Rat in solch schwierigen Fragen zu geben. "Christa" hat in ihrem Beitrag ja die positive Sehensweise dargestellt. Ich versuch's mal mit meinen Überlegungen:

Auch wenn du in den vergangenen Jahren Glück hattest mit der Entwicklung der Krankheit, so musst du doch realistisch davon ausgehen, dass sie sich irgendwann stärker melden wird und du doch intensivere Behandlungen benötigst. Welche Medikamente dann zur Verfügung stehen, können wir heute nicht sagen. (Wir alle hoffen ja, dass in Zukunft eine Heilung des MM möglich sein wird.) Stell dir vor, du könntest für deine Kinder nicht mehr so da sein, wie du es gern möchtest, weil du aufwändige und anstrengende Behandlungen mitmachen musst und/oder es dir deutlich schlechter geht. Die Frage wäre dann, ob und wie jemand aus deinem Umfeld einspringen kann, der/die sich intensiv und liebevoll um die Kinder kümmert und auf den du dich mit absoluter Sicherheit verlassen kannst - nicht nur heute, sondern auch in 10 oder 20 Jahren. Natürlich muss man auch über die finanzielle Absicherung der Zukunft der Kinder nachdenken: Ausbildung, Studium etc. - das alles sollte ihnen möglich sein, unabhängig von deinem Gesundheitszustand.

Ich wünsche dir die richtigen Entscheidungen und vor allem: Dass dein Gesundheitszustand noch gaaaanz lange so stabil bleibt!

Liebe Grüße,
Margret


christa antwortete auf MM mit 29
09 Juni 2010 23:11
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Hallo Maja,
zwar bin ich schon 60, aber ich melde mich trotzdem mit meiner Meinung.Ein Beispiel aus einem ganz anderen medizinischen bzw. Lebensbereich:
Meine Mutter hatte bei der ersten Schwangerschaft eine Eklampsie (ich glaube, das ist eine Schwangerschaftsvergiftung). Sie sollte kein Kind mehr bekommen. Nun, sie hat getan, was sie für richtig hielt - wir sind fünf Kinder geworden. Sie hatte Thrombose mit Emboliegefahr seit ich denken kann und immer Probleme mit dem Herz. ... Nächste Woche wird sie 93.
Hei, ich wäre nicht auf der Welt, wenn meine Mutter den Ärzten gehorcht hätte. Und ich finde es schön hier zu sein und Geschwister zu haben.
Zwischendurch hatte ich auch mehrere Jahre Angst, dass die Gammopathie zum Myelom wird. Jetzt ist es MM und ich tue, was ich für richtig halte und mir Freude bringt.
Verantwortung für Kinder habe ich jetzt ja nicht mehr. Aber wer hätte mir vor 30 Jahren garantiert, dass ich meine Kinder aufwachsen sehe? Damals war ich gesund, aber ich hätte jederzeit krank werden oder einen Unfall haben können.
Es ist für Kinder wichtig geliebt zu werden, das gibt Lebenskraft auch für schwierige Zeiten.
So, mehr will ich jetzt nicht schreiben, vielleicht ist es eh zu viel.
Nur Mut und Gottvertrauen
LG Christa