Hallo Gast,
unsere Kinder (15 und 22) haben wir ca 3 Wochen nach dem ersten Verdacht, als dieser mit Knochenmarkbiopsie gesichert worden war, informiert. Etwa auf der Linie, dass die Gefahr besteht, dass früher oder später beim Papa eine Krebserkrankung ausbrechen kann, dass es aber noch nicht soweit ist und auch nicht tödlich verlaufen muss. Also angemessen tief gehängt, um nicht unnötig zu beunruhigen. Für meine Frau und mich war es aber höchste Zeit, den Kindern gegenüber die Diagnose zu eröffnen, einfach weil wir mit Freunden sprechen wollten, Anrufe kommen würden etc. Und für die Kinder halte ich es in nahezu jedem Alter für günstig, wenn man ihnen eine dem Alter entsprechende Erklärung dafür gibt, was sie ohnehin zumindest diffus spüren, dass irgendetwas irgendwie scheinbar unerfreulich anders geworden ist. Wenn Kinder keine Erklärung bekommen, werden sie sich selbst eine basteln, leider häufig so, dass sie sich selbst als Grund für das Leid der Eltern sehen, und das sollte man ihnen in jedem fall ersparen. Unsere Kinder haben übrigens kaum noch nachgefragt, weil ja - asymptomatisch- auch kaum was zu beobachten ist.
Viel Erfolg wünscht
Dietmar