Hallo Steffi,
die Anderen haben dir hier schon gut geantwortet. Du bist auf dem richtigen Weg.
Wir sind hier mehr oder weniger erfahrene Patienten, und somit schon an vieles gewöhnt, was für "Neue" oft sehr erschreckend sein kann. Ärzte werfen oft leichtfertig Worte in den Raum, die nur eine vage Möglichkeit benennen, die ein Patient aber als Schockdiagnose empfindet. So war es bei mir auch, da waren so viele Fehldiagnosen, das Meiste hätte ich nie hören sollen. Mein Hausarzt sagte einmal: "Ich spreche erst von Krebs, wenn Krebszellen aus dem Patienten entnommen wurden." So solte es sein. Leider bist du im ersten Anlauf an einen andersgearteten Arzt geraten. Aber nun machst du einen weiteren Schritt um Klarheit zu bekommen.
Leider ist es wohl tatsächlich so, dass man zwar beweisen kann, dass jemand Krebs hat, aber man kann nicht beweisen, dass jemand keinerlei Krebs hat. Diese traurige Tatsache war mir auch anfangs nicht bekannt. Niemand ist absolut sicher krebsfei! Man kann nur Schritt für Schritt ausklammern, wie bei dir ja auch schon einige Krebsarten ausgeschlossen wurden.
Nun ist es zwar relativ unwahrscheinlich in deinen jungen Jahren MM zu haben- aber eben nicht ganz auszuschließen. Wenn deine Blutwerte in der Norm waren, ist das zunächst mal gut. Oder waren die Werte leicht erhöht, was veranlasste den Arzt zu den Vermutungen?
Jedenfalls wird eine KMP sicher aufschlussreich sein. Und ein vernünftiges Gespräch mit dem Onkologen. Sprich deine Sorgen aus, schreibe dir Fragen auf u. fordere zeitnahe Infos die Ergebnisse der Untersuchungen betreffend.
Ich drück dir die Daumen!
L.G.
Undine