Liebe Foristen,
unsere Krankheit zeichnet sich ja durch die krankhafte Überproduktion bestimmter Antikörpertypen durch die Plasmazellen aus. Dabei wissen wir, dass einige von uns in den Plasmazellen defekte "Kappaantikörper" andere defekte "Lambda-Antikörper" in Überzahl generieren. Die Bezeichnung stammt ja von der variablen Domäne der Leichtketten, die im Blut nachweisbar sind. Wichtig zu wissen, es gibt keine Antikörper die beide Leichtkettentypen gleichzeitig tragen. Im Blut lassen sich die beiden Typen nur deshalb so leicht unterscheiden, weil sich Kappaleichtketten als Monomer, Lambdaleichtketten als Dimer (und daher doppelt so groß) im Blut nachweisen lassen. Daher ist bei gesunden Menschen das Verhältnis Kappa zu Lambdaleichtketten 2:1. Bekannt ist, dass der variable Anteil beider Leichtketten und deren Verhältnis eine entscheidende Rolle bei der Immunität spielt ( das Lernen nach dem Erstkontakt von Krankheitserregern oder einem Impfstoff). Man kennt aber bis heute nicht die Funktion der unterschiedlichen Leichtketten, so Salwender. Weiß jemand von euch, ob jemand daran forscht? Es wäre auch wichtig zu wissen, was die Plasmazelle animiert/triggert den jeweiligen Antikörpertyp herzustellen. Wenn man das weiß, kann man auch an dieser Stellschraube drehen, lg Jo