Hallo Michi,
nee, ich kenn mich nicht soo gut aus.
Ich habe nur die in diesem Faden genannten Studien und Infos gelesen, und die gelten für reine t(11;14) Myelome. Sobald andere Veränderungen zusätzlich vorliegen, kann man gar nicht oder nur sehr eingeschränkt die Infos aus diesen Studien heranziehen.
Dementsprechend gelten die auch nicht oder sehr eingeschränkt für deins, Petras oder Henrys mit zusätzlich t(4;14), 1q+ usw..
Aber einen großen Unterschied in der Therapie wird es in den ersten Behandlungslinien wohl kaum machen. Für reine t(11;14) wird ja bereits das volle Programm (z.B. VRD mit HD/aSZT) empfohlen. Dann wird man bei zusätzlicher teilweiser Risikokomponente sicher nicht weniger machen. Bei t(4;14) war danach auch die Revlimid Erhaltung in der Studie sehr vorteilhaft, bei Standardrisiko incl. t(11;14) dagegen weniger.
Ich weiß auch nicht, ob bei gleichzeitigem Vorliegen von z.B. t(11;14) und t(4;14) diese in einer Zelle zugleich vorliegen, oder in verschiedenen Zellen, und ob Venetoclax in solchen Fällen auch eine gute Wahl ist.
Ich vermute, ja, aber da müsste man mal genau die Bellini Studie anschauen, wo es bei nicht-t(11;14)-ern zu erhöhten Todesfällen wegen Infekte kam. (Kann ich dieser Tage grad nicht, sorry) Könnte gut sein, dass Ihr auch noch zusätzlich zu Antikörpern und vielen anderen Therapien also auf Venetoclax hoffen könnt.
Liebe Grüße Gex
Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR