Hallo,
als Mitautor des Newsletters kann ich dazu etwas sagen. Die Häufigkeit der Hochrisikozytogenetik ist stark von der jeweiligen Studie und Definition der Hochrisikozytogenetik abhängig. Die 15% liegen tatsächlich im unteren Schätzbereich, Uptodate als großes Nachschlagewerk nennt 25%, für unsere aktuellen Studien rechnen wir mit 20-25% der Neudiagnosen. Zu beachten ist, dass je nach Studie verschiedene Veränderungen als Hochrisiko definiert werden. Die Translokation t(11;14) hat z.B. zwar statistisch ein leicht schlechteres Ansprechen, wird aber dennoch nicht als Hochrisiko gewertet, da die Auswirkungen sehr klein sind. In der neuen deutschen Leitlinie, die aktuell geschrieben wird gelten nur die t(4;14), del 17p13, t(14;16) und ein Zugewinn 1q21 ab mehr als 3 Kopien als Hochrisiko.
In Studien, die Rezidivpatienten behandeln erhöht sich, wie Herr Eisenbeisz schon erwähnte der Anteil allerdings entsprechend.
Viele Grüße
Lukas John