Hallo Jeanny.
Jedes Tun und jedes Unterlassen haben ihre spezifische Nebenwirkungen. Immer.
Schwere problematische Nebenwirkungen gibt es bei der Pneumokokken-Impfung so extrem selten, daß sie hier bei der Erwägung kaum ins Gewicht fallen. (Ich lasse sie auch einfach weg.)
Die allgemeinen
reichlich unproblematischen Nebenwirkungen sind häufig: treffen bis auf 40% der Probanden, gelegentlich darüber hinaus. Aber eine Rötung oder eine lokale Schmerzstelle und ähnliche kleinere Störungen für jeweils wenige Tage sind kein besonderes Problem.
Ich sehe allerdings nicht, warum diese Impfung nicht schlichtweg abwarten können soll.
Es ist nämlich so: Zwar sind stärkere Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder etwas Fieber
"nur" bei ca. 3% der Beteiligten festzustellen. Aber ich - rein persönlich - hielte dieses Risiko einer spürbaren Belastung
zum jetzigen Zeitpunkt für
unnötig, weil es keinen Grund zur Eile zu geben scheint. (Oder gibt es einen?)
Also täte ich auf später
verschieben. Und gut ist 's...
Anderseits: Die Belastungen - bei den von mir erwähnten Nebenwirkungen - sind nicht gerade exorbitant. Es wäre keine Todsünde, jetzt zu impfen. Ich habe jedoch die Haltung, nur dann etwas nicht zu verschieben, was momentan doch ein gewisses Risiko einbringt, wenn es für die Nicht-Verschiebung einen nennenswerten Anlaß gibt. (Auch wenn es sich dabei um ein bescheideneres Risiko handelte.)
Herzlich
Abifiz