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Ingrid99 antwortete auf Angst
13 Okt. 2018 11:44
  • Ingrid99
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    03 Mai 2016
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Hallo Bettina,
eine Krebserkrankung trifft auch die Angehörigen.
Ich finde du machst alles richtig für deine Mutter und darfst dir hier Hilfe für dich holen und deine Ängste teilen.
Ansonsten ein Link:

www.krebsinformationsdienst.de/leben/kra...tung/angehoerige.php

Ich wünsche euch alles Gute

Gruß Ingrid

Die Zeit für das Glück ist Heute nicht Morgen.
Man kann das Leben nicht verlängern, aber verdichten. (R. Willemsen)

myelom.online

Tetti1958 antwortete auf Angst
13 Okt. 2018 11:21
  • Tetti1958
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Hallo Bsttina,
das ist ja auch gerade das Schöne, ihr nichts abnehmen zu wollen aber im "Hintergrund" da zu sein. Euer Onkologe stellt sich für mich als sehr kompetenter, auf jeden Fall menschlich gesehen, Arzt da.
Habe Vertrauen!
Alles Gute!
Kirsten

Et häät noch immer joot jejangen

Bettina antwortete auf Angst
13 Okt. 2018 08:00
  • Bettina
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Liebe Kirsten

Danke für deine Zeilen, sie haben gut getan. Oft habe ich nämlich Zweifel daran, alles „richtig“ zu machen. Meine Mutter spricht nicht gerne über ihre Bedürfnisse und will auf gar keinen Fall jemandem zur Last fallen. Zudem will ich ihr nicht Dinge abnehmen, die sie selber kann. Weil sie eben glücklich ist, dass sie noch so gut für sich sorgen kann.

Ich hätte gerne mal eine Zweitmeinung eingeholt. Meine Mutter will dies nicht. Sie fühlt sich bei ihrem Onkologen sehr gut aufgehobenen und vertraut ihm. Ich selber kann ihm jederzeit Fragen stellen, die mehr beantworten, als meine Mutter wissen möchte. Das ist so abgesprochen. Mein Bedürfnis ist gsnz anders als jenes meiner Mutter. Ich habe mehr Fragen und die werden mir dann auch beantwortet. Allein mir. Natürlich zwinge ich meine Mutter nicht, sich Dinge anzuhören, die sie nicht wissen will. Sie hat ihre eigene Art, mit dem MM umzugehen.

Dir liebe Kerstin wünsche ich ebenfalls alles Gute und viele schöne Momente mit deiner Tochter.
Bettina

Tetti1958 antwortete auf Angst
13 Okt. 2018 00:36
  • Tetti1958
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Liebe Bettina,
deine Mama ist eine glückliche Frau mit so einer Tochter!!
Mich hat dein Text sehr berührt, da ich selber auch so eine tolle Tochter habe, die sogar ihr Studium pausiert hatte und wieder bei mir einzog um mir während der HD Chemo zur Seite zu stehen.
Ich wünsche euch von Herzen noch viel Zeit miteinander!
Habt ihr schon mal eine Zweitmeinung eingeholt?
Alles Gute!
Kirsten

Et häät noch immer joot jejangen

Angst wurde erstellt von Bettina
12 Okt. 2018 22:10
  • Bettina
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    03 August 2026
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Guten Abend

Ich habe schon einiges im Forum gelesen und mich nun angemeldet.

Bei meiner Mutter, 71 Jahre alt, wurde vor 2,5 Jahren ein Multiples Myelom diagnostiziert. Es war bereits weit fortgeschritten. Sie hatte wahnsinnige Schmerzen aufgrund eingestürzter Wirbel. Es folgte eine Eigenstammzellentransplation, die sehr gut verlief, dann eine Erhaltungstherapie mit Revlimid. Das ging leider nicht allzu lange gut. Das MM meldete sich aggressiv zurück. Die Behandlung mit Kyprolis begann. Leider ging das nicht gut, meine Mutter hatte mehr als drei Liter Wasser in der Lunge und einen Infekt; vier Wochen Spital waren die Folge. Danach durfte sie heim, In einem deutlich schlechteren körperlichen Zustand. Kyprolis wurde dann weiter verabreicht, in geringerer Dosierung. Leider schritt die Krankheit trotzdem fort.

Nun wird sie mit Darzalex behandelt. Sie verträgt die Therapie bisher gut. Ihr Arzt sagt, die Krankheit sei auf tiefem Niveau stabil, noch könne es auf beide Seiten kippen. Sie braucht immer wieder Blut, vor allem Plasma.

Meine Mutter ist unglaublich positiv. Sie freut sich an den kleinen Dingen im Leben, an allem, was sie noch kann. Über ihre Krankheit will sie nicht zu viel wissen. Sie lebt im hier und jetzt, denkt nicht an morgen. Ich bewundere sie unglaublich dafür!

Ich selber habe zunehmend das Gefühl, dass mir alles über den Kopf wächst. Am schlimmsten ist es, nicht zu wissen, wie viel Zeit noch bleibt. Natürlich weiss man das nie, trotzem.

Ich habe mit meiner Mutter über das Sterben gesprochen. Sie hat keine Angst, hadert nicht. Ich aber habe Angst. Angst vor der Lücke, die sie hinterlassen wird. Angst davor, dass sie Schmerzen haben könnte. Ich möchte ihr so gerne helfen und ihr Leid abnehmen können. Ich fühle mich unglaublich hilflos und oft auch sehr allein. Ich bin ihr einziges Kind.

Ich möchte so gerne daran glauben, dass sie nochmals Zeit erhält. Aber seit die Krankheit wieder aktiv ist und sich so aggressiv zeigt, wage ich fast nicht mehr zu hoffen.

Das wollte ich einfach in Worte fassen.
Danke fürs Lesen.
Bettina