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klaus99 antwortete auf BCMA als Tumor-Biomarker im Blutserum
02 Okt. 2019 09:53
  • klaus99
  • Offline
  • 468 Beiträge seit
    05 Februar 2014
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Hallo zusammen
hier ein interessanter Artikel zum Thema:

myelomabeacon.org/deutsch/2019/10/01/ern...en-multiples-myelom/

Gruß Klaus

Wir sterben nur einmal - Wir leben jeden Tag
myelom.online
facebook.com/myelom.online

christine antwortete auf BCMA als Tumor-Biomarker im Blutserum
06 Juli 2018 22:58
  • christine
  • 0 Beiträge seit
    02 August 2026
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So... jetzt habe ich das Interview gesehen -
Sehr spannend :) :)

Danke.

BCMA als Tumor-Biomarker im Blutserum wurde erstellt von gex
29 Juni 2018 16:44
  • gex
  • Autor
  • Offline
  • 592 Beiträge seit
    15 Juni 2016
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Hallo,
dass BCMA (B-cell Maturation Antigen) auf Myelomzellen-Oberflächen vorkommt und deswegen als Therapie-Angriffspunkt für Antikörper und CAR-T-Zellen vielversprechend ist, wurde hier ja schon vielfach angesprochen.
Vielleicht weniger bekannt ist, dass BCMA sich auch ins Blutserum freisetzt und dort somit messbar ist. Somit wird BCMA vielleicht bald ein sehr guter Biomarker sein, um Tumoraktivität und Behandlungserfolg viel schneller und genauer als bisher beurteilen zu können.
Das beschreibt der Myelom-Spezialist James Berenson aus Kalifornien in einem Interview am Rande der ASCO 2018
www.patientpower.info/video/bcma-biomark...l-about-your-myeloma
und die folgende Studie liefert Details dazu:
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5395119/
Sorry, Leute, mal wieder alles auf englisch…. (auf deutsch fand ich dazu nix)
Bisher stehen für die Verlaufskontrolle des Myeloms ja nur Marker wie IgA/IgG/IgM, Leichtketten oder ß-2-Microglobulin zur Verfügung, die alle ihre Nachteile haben. Bei asekretorischen Myelomen ist sogar gar nichts davon im Serum auffällig, man behilft sich da mit häufigem PET/CT/MRT Scan der Knochen. Nicht zufreidenstellend...
IgA/IgG/IgM haben den Nachteil einer langen Halbwertszeit von rund einem Monat. Sie bleiben also lange im Blut, auch wenn Myelomzellen abnehmen. Das bedeutet, dass man z.B. bei einer Therapie erst nach mehreren Wochen solala abschätzen kann, ob sie wirkt oder nicht. Im schlimmsten Fall bekommt man wochen- oder monatelang eine nutzlose Therapie, bevor man es merkt. BCMA wird dagegen täglich neu gebildetl. Somit zeigt sich im BCMA-Serumgehalt viel schneller, ob eine Therapie wirkt, ggf. ist schon nach wenigen Tagen eine Aussage möglich und eine evtl. nötige Therapieumstellung kann frühzeitiger als bisher eingeleitet werden.
Leichtketten und ß-2-Microglobulin haben den Nachteil, dass sie über die Nieren abgebaut werden. Somit ist es stark von der momentanen Nierenfunktion jedes einzelnen Patienten abhängig, wie sich die Leichtketten im Serum verhalten. BCMA dagegen wird nicht über die Nieren abgebaut und liefert somit davon unabhängige Werte.
Und das Beste ist, dass BCMA auch bei asekretorischen Myelomen im Blutserum vorkommt. Damit ist für diese Patienten ganz viel Hoffnung am Horizont, endlich schnell eine Beurteilung zu bekommen statt nur PET/CT/MRT alle paar Monate.
Die Studie zeigte, dass BCMA mit Anzahl der Plasmazellen, Ig’s, Leichtketten korreliert und ein hohes BCMA-Level auch schlechtere Prognose bedeutet.
Aber leider leider ist diese diagnostische Hoffnung auch erst in der Erforschung und noch nicht in der Praxis angekommen. Hoffentlich bestätigt sich die Verwendbarkeit von BCMA als Biomarker und findet schnell Eingang in die klinische Diagnose-Praxis. (Ungeduld, Ungeduld,….)
LG Gex

Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR