Lieber Volker,
sicher liegt es daran, dass sich erst in den letzten Jahren durch neue Behandlungsmöglichkeiten die Gesamtüberlebensrate beim Myelom verlängert hat. Bisher war es unwichtig, zu wissen, ob man nach x Jahren eine Spätreaktion (Latenzzeit bedeutet in dem Fall in etwa = Reaktionszeit für eine negative Reaktion, z.B. Zweittumor, Lungenfibrose...) auf eine Behandlung zu erwarten hätte, wenn man statistisch zu diese Zeit schon nicht mehr da sein wird...
Zum Glück hat sich dies geändert und auch manche Ärzte beginnen, langfristiger zu denken.
Da aber immer noch in der Literatur 6-8 Jahre als mittleres Gesamtüberleben genannt werden, ist es zweitrangig, ob nach 10 Jahren eine Spätfolge (z.B. einer Bestrahlung) zu erwarten ist. Über Spätfolgen wie z.B. eventuellen Zweittumoren nach Revlimid wurde hier im Forum schon sehr viel diskutiert.
Und es bedeutet ja nicht, das nach der entsprechenden Latenzzeit immer eine solche Spätfolge zu erwarten ist. Auch dies ist wie immer ein "statistischer" Wert.
Hoffen wir alle auf eine lange, gute, ereignisfreie Zeit.
Liebe Grüße
Ma