Lieber "gast J.",
bisher hat dir niemand geantwortet - wahrscheinlich weil eine Antwort durch dieses Forum nicht möglich ist und weil es schwierig ist, in dieser Lage die richtigen Worte zu finden.
Um die Situation sachlich beurteilen zu können, bräuchten wir hier mehr Informationen - aber für die sachliche Beurkteilung sind auch eher die behandelnden Ärzte zuständig, an die ihr euch wenden solltet.
Die Frage, ob es Hoffnung gibt, kann dir natürlich niemand mit Sicherheit beantworten. Meine persönliche und begrenzte Erfahrung ist, dass auch in zunächst sehr schwierigen Situationen immer wieder eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit des menschlichen Körpers zu beobachten ist - unterstützt durch gute Ärzte und Medikamente. Das spricht für den Faktor "Hoffnung".
Andererseits ist die Summe der Erkrankungen oft so schwerwiegend, dass es keine Hilfe mehr gibt und man von einem Menschen Abschied nehmen muss.
Was kann man tun?
In beiden Fällen solltest du versuchen, so gut wie eben möglich für den Patienten und seine nächsten Angehörigen da zu sein - ob direkt am Krankenbett oder durch Unterstützung bei der Bewältigung der alltäglicher Dinge, die eben trotz aller Sorgen erledigt werden müssen. Es geht letztlich darum, dass wir für unsere Angehörigen das tun, was wir tun können - nicht mehr, aber auch nicht weiniger.
Die großen Entscheidungen über Leben und Tod liegen nicht in unserer Hand.
Euch alles Gute und liebe Grüße,
Margret