Hallo Achim,
vorangestellt, jede OP ist was ganz Individuelles, da bei gleichem Vorgehen jeder Körper auf Grund seiner Nebenschauplätze unterschiedlich reagiert.
Ich hatte durch das damals noch nicht diagnostizierte unbekannte MM einen Fast-Querschnitt, d.h. das Rückenmark bis auf ein winziges Stück durchtrennt von der reingerutschten Krebstrümmerfraktur des 12.BW. Da war Eile geboten und keine Alternative. Ein Mitglied meiner SHG vertraute biologischer Krebsbehandlung solange bis eine Not-OP an der WS Weihnachten nötig wurde.
Die Op merkt man ja nicht und am 1.Tag durfte ich wieder in Begleitung zum Tö. Natürlich dauert die Heilung der Wunde, das Tö war für Liliputaner in der Klinik, drehte mich nicht auf der Stelle im Bett, sondern rollte, die Seitenteile im Klinikbett halfen beim Aufstehen und kurze Zeit hatte ich ein Korsett bei längerem Spaziergang- aber ich lebe jetzt mit Titan vorne und hinten an der Wirbelsäule seit 12 Jahren. Das ist das Wichtige, leben, alles andere vergisst sich, wie der Geburtsvorgang.
Ich wurde bisschen zu spät an der Stelle bestrahlt, nahm eine Weile Opiate vom Onkologen verordnet - es gibt sensible Pflaster, das vermeidet Pflasterreaktionen- danach steht dir eine REHA Orthopädie/Onkologie zu. Meine Bruchwirbel ließen sich nicht mehr mit Zement füllen, weil Wirbel nur noch Mehl. Es gibt verschiedene OP- Methoden.
Ich habe dem Operateur vertraut, denn Wissenschaftler brauchen Erfolge für die Karriere. Habe mit Selbsthypnose unterstützt, mir so selber Gelassenheit geholt. Aber daran muss man glauben.
Toi, toi, toi, ich habe bereits 2 WS hinter mir und genieße jeden Tag, so gut es nach 12 Jahren älter werden unterm MM noch geht. Alles Gute für dich
elisea