Hallo Daniel,
auch von mir ein herzliches Willkommen.
Hast Du gut gemacht, dass Du nicht 6 Monate gewartet hast, sondern dich weiter hast untersuchen lassen. Jetzt hast Du die Diagnose frühzeitig und kannst Dich seelisch und fachlich besser und länger vorbereiten.
Dein IgG geht ja sehr rasant ab. In deinem Profil schreibst du, dass es jetzt Anfang April schon auf 4500 mg/dl ist, nach 2900 im Nov und 4030 im Jan. Da meine ich, du solltest nun sehr engmaschig kontrolliert werden und vielleicht eher früher als später in die Therapie einsteigen, wenn das so stark ansteigt. Da kann auch anderes schnell gehen - meine Kollegin hatte z.B. 2 CT's in 6 Monaten - im ersten Nichts, im zweiten dann schon 2 cm große Löcher in den Wirbeln.
Also, du solltest zumindest durch engmaschige Kontrolle die Option haben, schnell in die Therapie einsteigen zu können, wenn es plötzlich kippt. Ich hoffe du bist nun auf einem mind. monatlichen Kontrollzyklus(?)
Bin mal wieder ziemlich entsetzt, dass dein Hämatologe dich auf 6 Monate bis zur Wiedervorstellung schicken wollte, bei so steigenden Werten, und dann noch mit dem üblichen hohlen "Machen Sie sich keine Sorgen". Kann ich leider mal wieder nur dazu sagen: Denn sie wissen nicht was sie tun....
Ich würde dir raten, erstmal auch regelmäßig bei einem MM-Spezialisten Rat zu holen - Prof. Scheid ist da sicher eine gute Adresse.
Wie sind denn deine sonstigen Werte - Hb, Ig's, Leichtketten, Nierenwerte, Calcium, CRP, usw. ? Gibt es da auch Entwicklungstendenzen?
Alles Gute Gex
Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR