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Molekulare Remission ? wurde erstellt von rudi
26 März 2010 14:15
  • rudi
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  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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zur Diagnose einer molekularen Remission muß ja eine Durchlußzytometrie gemacht werden.
Und ich glaube bei "Normalsterblichen" nach einer autologen wird das nicht gemacht.
Bei allogenen SZT, die ja sowieso in Studien laufen, wird das schon eher gemacht und da hat man auch eher eine Chance auf eine molekulare Remission. Ein Grund ist, daß bei einer Allogenen immer eine Ganzkörperbestrahlung und Chemo gemacht wird. Dadurch erwischt man auch eher die Schläfer-MM Stammzellen, die sich irgendwo in den Knochen verstecken.

Bei der autologen SZT werden eben teilweise wieder MM Zellen rückransplantiert, weil die Stammzellsammlung immer verunreinigt ist mit noch viel zu vielen MM Krebszellen.
Und bei der autologen SZT wird meißt nur mit Melphalan HD Chemo behandelt und nicht zusätzlich mit einer Bestrahlung des gesamten Knochenmarks. D.h. die sich nur selten teilenden Schläfer MM Stammzellen werden durch die HD Chemo nicht erwischt, weil die Chemo nur sich sehr schnell teilende MM Zellen erwischt.

Eine zu frühe Chemo bei langsam verlaufendem MM (smoldering/indolent) würde wahrscheinlich auch nicht gut wirken, weil sich ja die MM Zellen in dieser Phase sehr langsam teilen.
Bei einem aggressiven MM teilen sich die MM Zellen schneller und die Ansprechrate auf die Chemo ist höher.

Das ist ein Grund warum eine Behandlung in Stadium 1 (eventuell auch noch 2) wenn die Werte nur langsam steigen nicht sinnvoll ist - wenn sonst keine CRAP Komplikationen vorliegen bzw. unmittelbar drohen.

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com