Liebe Yvonne,
einen solchen Schock in dieser Lebensphase, das ists was niemand braucht.
Jetzt ists so. Du weißt dass in Dir etwas schlummern könnte. Jeder Mensch hat Krebszellen. Sagt man. Ob die Bombe jemals explodiert ist völlig offen. Dessen muss sich jeder, ob mit oder ohne MGUS klar sein.
Man sagt 1 % der 50jährigen haben MGUS. Nun bist Du deutlich jünger. Aber ich könnt mir vorstellen dass die Dunkelziffer wesentlich höher liegt. Im Gegensatz dazu ist die Zahl der Myelompatienten doch verschwindend gering.
Außerdem stieg die Lebenserwartung mit Myelom deutlich an. Irgendwann wird ne gut behandelbare chronische Erkrankung draus.
Diese Frage, wie kommts zum Ausbruch, hab ich mir auch schon des öfteren gestellt.
Bei anderen Krebserkrankungen gilt wahrscheinlich uneingeschränkt, das Immunsystem zu puschen, welches bösartige Zellen in Schach hält.
Beim Myelom ists etwas anders zu betrachten. Nach meinem Verständnis ists ein Krebs des Immunsystems. Da steht immer die Frage im Raum, ob mit Ankurbeln des Immunsystems gesunde Immunglobuline angeregt werden oder der monoklonale Klon. Manches Mal hatte ich hier schon den Eindruck es sind gerade sehr aktive Menschen betroffen, die mehr oder weniger gesund gelebt aber kein Schindluder getrieben haben.
Nichts hieb- und stichfestes weiß man aber nicht. Von meinem Gefühl würde ich sagen, so normal wie möglich den Alltag bestreiten. Gesunde und ausgeglichene Ernährung aber keine Extreme. Ebenso beim Sport. Infekte fordern das Immunsystem. Auch als Angehörige meide ich zb die gemeinsame Kaffeepause, wenn dort geschnieft wird. Ich meine, mehr kann man dem nicht entgegen wirken.
Positiv denken und ja, auch Stress fordert unser Immunsystem.
Dir alles erdenklich Gute
LGe
Monika