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Tetti1958 antwortete auf Bin neu hier ?
27 Juni 2016 12:22 - 27 Juni 2016 17:17
  • Tetti1958
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    27 Dezember 2015
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Hallo Nette,

Willkommen im Forum. Auch ich bin noch verhältnismäßig neu hier, Diagnose Oktober 2015. Meine Hochdosis habe ich im März gemacht und muß heute in einer Woche wieder rein zur Kontrolle. Höchstwarscheinlich bekomme ich dann noch eine, da meine Transplantation als Tandem angesetzt wurde. Einige Wochen nach der Behandlung fühlst du dich richtig gut und hast auch wieder Energie. Bei mir ist es so, dass ich leider meinen Vater vor 11 Jahren an dieser Krankheit verloren habe und dadurch oft gewisse Bilder im Kopf habe.....wie aber schon gesagt, gerade in den letzten Jahren ist so viel Neues entwickelt worden. Wir dürfen nur den Mut nicht verlieren!
Alles gute für deine weitere Behandlung und melde dich! Entweder hier öffentlich im Forum oder über eine private Nachricht.

Lieben Gruß, Kirsten

Et häät noch immer joot jejangen
Letzte Änderung: 27 Juni 2016 17:17 von lisa_kotschi. Begründung: verschieben des Beitrags

Emi antwortete auf Bin neu hier ?
27 Juni 2016 09:15 - 27 Juni 2016 17:17
  • Emi
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    17 Dezember 2015
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Hallo Nette,

zuerst einmal willkommen hier. Du wirst hier sicher immer wieder Hilfe und Unterstützung finden.

Du wolltest Erfahrungsberichte. Wir sind mit Diagnose Noember 2015 auch noch recht "jung" und viele Dinge verstehen wir selbst noch nicht. Zur Hochdosischemo mit autologer Stammzellentransplantation kann ich aber unsere Erfahrungen teilen. Mein Mann war mit 200mg Mephalan in der Hochdosischemo. Er hat alles gut vertragen: Müdigkeit (verschieden Gründe), ein Infekt der erst beim zweiten (oder wars das dritte?) Antibiotika anschlug (da hatte er eben grippale Symptome Abgeschlagen, Fieber, Kopfschmerz). Keine Probleme mit der Mundschleimhaut (eine der häufigsten Nebenwirkungen von Mephalan). Am Sonntag nach knapp 3 Wochen Klinikaufenthalt durfte er raus und ihm ging es so gut, dass er schon am Dienstag seinen Bürojob wieder angetreten ist (wollte er auch).
Die Hochdosischemo mit autologer Stammzellentransplantation (im Gegensatz zur Hochdosis mit allogener Stammzellentransplantation) ist allgemein kein so großes Ding. Wie schon eine andere Forumsteilnehmerin sagte, die "doofen" Nebenwirkungen (Übelkeit, Durchfall, Haarverlust) sind einem oft schon bei der Initalchemo über den Weg gelaufen. Übelkeit hatte er z.B. kaum. Da gibts Medikamente dagegen. Als die Klinik das kurz mal reduzierte und es ihm schlecht wurde, hat er sich gleich gemeldet, und dann gab es gleich wieder mehr Dosis und alles war ok. Schmerzen hatte mein Mann wohl am meisten bei der Stammzellengewinnung (als er die Wachstumshormone bekam, da gabs mal zwei Tage mit heftigen Rückenschmerzen).

Ein paar Tips fallen mir ein:
- während des Krankenhausaufenthaltes wird es aus Hygienegründen viel Wäschewechsel geben (2 Wochen täglich Schlafanzug wechseln). Also vorsorgen und für tagsüber ggf. auch mit mehr als nur zwei Jogginghosen reingehen.
- Wir erhielten am Tag der Einweisung von der Klinik ein Informationsblatt mit ebensolchen Dingen, das wäre früher besser gewesen. Vielleicht kann man sich dieses Infoblatt ja schon vor Einweisung besorgen und sich dann entsprechend ausstaffieren.
- Mein Mann hatte viele Kinderzahnbürsten dabei und diese oft gewechselt. Die sind weich und durch den häufigen Wechsel war weniger Spielraum für die gefürchtete Mundschleimhautentzündung. Ob das der Grund war, warum er drum rum kam, weiß ich natürlich nicht. Eiswürfel, wie schon anderswo hier zur Therapie empfohlen, hat er übrigens nicht gelutscht.
- Es hängt sicher auch sehr stark vom Ausgangsstatus ab, wie man die Therapie verträgt. Men Mann hatte ja "nur" die schlechten Blutwerte und eine Knochenläsion. Sonst war / ist er fit.
- Weil man ja viel in "Isolation" rumliegt, macht es Sinn, Beschäftigungsmaterial dabei zu haben. PC/Laptop (Wlan gibts da sicher) hilft da sehr. Mein Mann hätte auch rausgehen und spazierengehen dürfen (er war zu faul ;) ).
- Geduld haben mit den Blutwerten! Überhaupt, Geduld haben....
- Wenns mit dem Essen nicht so klappt (im Krankenhaus gabs eine eigene Linie für die Hochdosis-Patienten mit keimfreien Essen, besonders lecker und abwechslungsreich war das): Wir hätten auch abgekochte Sachen selbst mitbringen dürfen (Schwangerenessen quasi). Lieblingsessen würde ich aber nicht überstrapazieren, weil ggf. nach der Therapie das Gedächtnis Dir einen Streich spielt. Mein Mann hat z.B. Weißwürste mit Freuden während der Therapie gegessen. Jetzt kann er sie gerade nicht mehr sehen :sick: ).
- Dann noch was: Ein Bekannter hat während der Therapie wenig essen können (da hat die Mundschleimhaut starke Probleme gemacht und geschmerzt)- Er hatte fast ein wenig zu lange gewartet, um sich für einen intravenöse Ernähung zu entscheiden. Da sind die Kilo schon heftig gepurzelt.

Ich glaube und wünsche Dir, dass auch deine Hochdosischemo erträglich verläuft.

Für die Zeit danach Tips zu geben, ist nicht leicht, weil es ja dann doch sehr individuell weitergehen kann. Von meiner Seite aus fällt mir ein:
- sich in guten Händen fühlen ist wichtig. Vertrauen zum Arzt muss da sein.
- Zweitmeinung einholen erlaubt und wichtig. Geh das Thema dann an, wenn Wunsch und Energie da ist. Ärzte müssen das verkraften können, dass man sie hinterfragt. Optimal wäre hier ein spezialisiertes Zentrum (da sind wir gerade dabei, deshalb kann ich sonst wenig hierzu berichten).
- Nicht unter Druck sitzen lassen. Selten ist die Erkrankung so lebensbedrohlich, das sofort gehandelt werden muss.
- Sich nicht von Statistiken unterkriegen lassen! Du bist Du und keine Zahl und keine Wahrscheinlickeit.
- Wenn man mal einen Durchhänger hat: Dann ist das erlaubt und wichtig. Wenn es dich aber zu sehr belastet und du nicht mehr "aus dem Loch rauskommst", scheue nicht den Weg zum Psychoonkologen.

Die Behandlungsoptionen sind in den letzten Jahren so rasant vorangeschritten. Das macht uns auch Mut. Unser Onkologe meint, die Entwicklung geht hin zu einer chronischen Krankheit: Keine Heilung und immer wieder Therapien, aber immer weniger Nebenwirkungen und immer mehr Optionen.

Never give up!

Liebe Grüße,
Emi

We don't know how strong we are until being strong is the only choice we have.
Letzte Änderung: 27 Juni 2016 17:17 von lisa_kotschi. Begründung: verschieben des Beitrags

joseph antwortete auf Bin neu hier ?
26 Juni 2016 23:01 - 27 Juni 2016 17:16
  • joseph
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    03 August 2026
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Hallo Nette

Willkommen im Forum

Habe hierhin verschoben, auch die Überschrift ausgewechselt, damit du einen eigenen Tread hast

Liebe Grüsse

Joseph
Letzte Änderung: 27 Juni 2016 17:16 von lisa_kotschi. Begründung: verschieben des Beitrags

Bin neu hier ? wurde erstellt von nette
25 Juni 2016 20:34 - 27 Juni 2016 17:16
  • nette
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    03 August 2026
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Hallo, ich bin neu hier.Habe dieses Forum entdeckt und hoffe auf diese Art vllt. damit besser umgehen zu können. MM wurde bei mir im April diagnostiziert ,hab jetzt 4 Zyklen Chemo weg . Soll am 7.7.in die Uni Kröllwitz zur Hochdosis und eig.Stammzellentransplantion, ich habe solche Ängste. Ich bin noch so unerfahren was diese Krankheit betrifft, habe so viele Fragen. Vllt. Kann mir hier jemand seine eif.Erfahrung berichten .
Letzte Änderung: 27 Juni 2016 17:16 von lisa_kotschi.