Guten Tag,
ich habe mich heute in diesem Forum registiert, da ich mich momentan sehr hilflos fühle. Meine Mutter kommt mit der aktuellen Situation gar nicht zurech, im Krankenkaus erhalten wir auch keinerlei Unterstützung und ich hoffe, dass ich hier etwas Unterstützung/Hilfe finden kann.
Mein Vater der mit seinen 78 Jahren immer noch sehr rüstig war und Gartenarbeit liebt, wurde Anfang des Jahres (heute vor genau 10 Wochen) mit sehr starken Rückenschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte konnten die ersten Tage nicht herausfinden, woher die Schmerzen kamen.
Nach ersten Untersuchung wurde festgestellt, dass mein Vater im Bereich der Wirbelsäule 2 Brüche und im Hüftbereich 1 Knochenbruch aufwies.(Weiterhin wurde ein bösartiger Darmkrebs festgestellt, der nicht behandelt wird).
Nach weiteren Untersuchungen Röntgen, CT, Knochenbiopsie etc. lautete die Diagnose Multiples Myelom. Mein Vater wurde für die weiteren Behandlungen ins St, Georg Krankenhaus in Hamburg eingeliefert.
Die Knochenbrüche wurden operiert, mein Vater hat diese OP gut überstanden.
Aktuell hat er eine Chemotherapie bekommen und erhielt gleichzeitig punktuelle Bestrahlung der Knochen. Weiterhin bekommt er Kortison.
Mein Vater ist nun 10 Wochen im Krankenhaus und es ist keine Besserung seines Zustandes in Sicht. Die Bestrahlung verträgt er sehr schlecht. Er kann bis heute kaum laufen ist sehr schlapp und hat bereits 20 KG abgenommen. Er nimmt kaum Nahrung zu sich und wenn er sich Mühe gibt etwas zu essen, muss er sich teilweise übergeben. Er ist lustlos, und auch traurig mach aber jeden Tag, was ich sehr bewundere seine Übungen. Ich habe das Gefühl dass er dort im Krankenhaus nicht richtig behandelt/betreut wird.
Im Krankenhaus erhalten wir keine Vernünftigen Informationen zum Krankheitsstadium oder zur genauen Therapie. Leider hat sich auch schon mehrfach der behandelnde Arzt geändert. Mein Vater soll eine Physiotherapie erhalten, damit er wieder beweglich wird und auf die Beine kommt, dies erfolgt auch nur sporadisch. Es achtet Niemand darauf, ob er genügend isst oder trinkt oder der Physiotherapeut täglich vor Ort war.
Die derzeit behandelne Ärztin ist eine unangenehme Person, macht häufig andere Aussagen. Erst sollte mein Vater zu Ostern entlassen werden, dann hies es, er kann nicht entlassen werden weil seine Blutwerte sehr schlecht seien (u.a. zu wenig Eiweiß). Nun hiess es das Bett wird gebraucht und meine Vater soll in eine Geriatrie gehen. Die Ärztin Schlug ein Behandlungszentrum in Bad Oldesloe vor. Da meine Eltern in Hamburg wohnen und meine Mutter keinen Führerschein besitzt ist eine Behandlung ausserhalb von Hamburg nicht gut. Die Ärtin sagte, woanders wären keine Plätze frei und damit war das Thema für Sie erledigt. Er kann nicht entlassen werden weil die Blutwerte schlecht sind und wenn das Bett gebraucht wird dann doch, das ist doch unglaublich.
Meine Fragen: Vielleicht hat Jemans bereits Erfahrungen hiermit.
Was können wir selber tun, um zu erfahren, ob mein Vater die richtige Behandlung erhält bzw. ob diese auch sinnvoll ist
An wen kann ich mich wenden?
Ist es besser meinen Vater nach Hause zu holen, wenn nicht mit einer Besserung zu rechnen ist und evtl. der Hausarzt die Betreuung übernehmen kann
Warum ist es so wichtig dass die Blutwerte vor einer Entlassung in Ordnung sind?
Welche wichtige Fragen kann ich den Ärzten stellen ??
Ich werde versuchen, in der nächsten Wochen das Gespräch mit der Ärztin zu suchen.
Ich möchte mich jetzt schon ganz herzlich für eine Antwort bedanken.
Lieben Dank
Anja