Hallo Tina,
ich bin in der gleichen Situation wie Du (bin dazu noch Hochrisiko), mir wurde ebenfalls diese Studie angeboten. Auch ich bin mir total unsicher, zumal es ja erstmal um eine Dosisfindung geht, Arm1+2 gehen jeweils 3 Jahre (mit verschiedenen Behandlungsintervallen), Arm3 nur 8 Wochen.
Ich habe einen FLC von 10 (mit voher 3 war ich noch nicht geeignet für die Studie), ab 100 wird nach den neuesten Kriterien wohl sowieso behandelt. Du hast angegeben, einen FLC von 0,02 zu haben, wie wird denn das gerechnet? Zählt das als Faktor 50 und wird dann bei FLC 0,01 behandelt? Hier nochmal die aktuellen Kriterien:
myelom-gruppe.lhrm.de/downloads/news/pdf...rien-mm-rajkumar.pdf
Ich kann mich erinnern, dass mir bei einem ersten Gespräch mit einem Spezialisten von der frühzeitigen Behandlung bei sMM mit Antikörpern abgeraten wurde, er war der Meinung, damit vielleicht schlafene Hunde zu wecken und die Progression sogar in Gang zu setzen. Leider ist wohl keine Heilung möglich, sondern maximal ein Hinauszögern der Progression.
Immerhin bleiben 25% der Patienten sogar länger als 15 Jahre in dem Status sMM! Ich denke, Du als Niedrigrisikopatientin hast wahrscheinlich eher die Chance dabei zu sein als ich. Bei dem folgenden Link wird auf Seite 6+7 nochmal die Progressionswahrscheinlichkeit anhand der Risikofaktoren aufgezeigt
www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin...e_heidelberg2013.pdf
Was mir zusätzlich Bedenken bereitet, es gibt einige Patienten hier, bei denen nach diversen Rezidiven nichts mehr anschlägt und Antikörper generell wieder eine Chance bieten. Steht mit der frühzeitigen Behandlung mit Daratumumab dieses Medikament dann im Rezidivfall nicht mehr zur Verfügung, vielleicht sogar alle Antikörper gg. das Antigen CD38 (Resistenz)??
PS.: Es gab schon eine Studie mit dem Antikörper Siltuximab bei sMM (ist mittlerweile geschlossen). Ich habe leider noch keine Ergebnisse zu der Studie gefunden.
Alles Gute weiterhin und viele Grüße
Michael