Geli62 schrieb: Wenn manche von deren oder anderen Krankheiten hören ist das vorbei . Wenden sich regelrecht ab und lassen einen zumindest sitzen ist doch so oder ?
Willkommen Geli,
nein, so ist es nicht! Natürlich gibt es Fälle wo sich der Partner nach einer schweren Diagnose abwendet - der Regelfall ist das aber bei Weitem nicht!
Im Gegenteil: Häufig leiden die Partner/Angehörigen mehr, als der Patient selbst und gehen durch das Auf und Ab der Erkrankung, helfen, hoffen, bangen, ertragen, geben immer wieder Mut, obwohl sie manchmal selbst nicht wissen, woher sie Kraft und Mut noch nehmen sollen.
Für Angehörige gibt es keine Behandlung, Unterstützung, Hilfe. Sie sind damit allein, zumal auch Freunde und Bekannte sich manchmal zurückziehen. Die eigene Angst in den Hintergrund stellen und nach aussen Mut und Zuversicht verbreiten, sind psychische Glanzleistungen. Im medizinischen Ablauf sind Angehörige nicht vorgesehen, es gibt für sie keine Behandlungsstandards. Oft werden sie von Ärzten sogar als lästig gesehen... Der Patient kann sich medizinischer Fürsorge und des bedauernden Mitleids der Umgebung sicher sein. Der Angehörige nicht.
Diese Lanze für die Partner/Angehörigen musste mal gebrochen werden.
Ich wünsche dir immer eine zuverlässige Begleitung auf deinem Weg, besten Behandlungserfolg und alles Liebe.
Margret