Hallo und guten Tag!
Meine Schwester bekam im Dezember 2010 die Diagnose multibles Myelom Stadium IIIA. Sie bekam Bestrahlungen, damit der Halswirbel und der Schulterbereich nicht sofort wegbrechen. Trägt seit der Diagnosestellung eine Halskrause, da der Denz sehr angefressen ist. Nach Knochenmarkaustausch (weiß nicht, ob das wirklich so heißt) bekam Sie noch 56 Chemos inkl. Hochdosis. Nun sind etwas über 3 Jahre um und heute bekam Sie die Nachricht, dass im Urin wieder Eiweiß zu finden ist- der Krebs ist zurück.
2010 war ich davon überzeugt, dass sie nicht länger als 5 Jahre leben würde. Alle anderen nicht- ich hatte das irgendwo gelesen. Ich habe nun heute auch wieder viel gelesen und nach anfänglicher Hoffnung, sie würde einfach Medikamente bekommen und es geht doch weiter, und man kann ja doch so lange leben, sehe ich immer wieder Artikel, in denen steht, dass ein Rezidiv medikamentös behandelt die Lebenszeit von 7,9 auf 9,8 Monaten und woanders von 17,9 auf 23,9 Monate verlängert. Mehr nicht. Was bedeutet denn, das man 5, 10, 15, 20 Jahre mit MM leben kann? Bedeutet das auch, dass man nach einem Rezidiv länger leben kann. Kann das jemand bestätigen? Oder kann jemand bestätigen, dass nach 23,9 Monaten das Aus unumgänglich ist?
Dann stelle ich mir auch immer die Frage, wie meine Schwester sterben wird. Klar, die Niere kann kaputt gehen, mit Dialyse stirbt man dann ja aber auch nicht. Werden ihre Knochen wegbrechen? Ich muss dazu sagen, dass die Röntgenbilder aussehen, als wären mehrere Landungen Schrot durch ihren Körper geschossen worden. Oder werden innere Organe versagen. Es wird doch sicher kein angenehmes, schnelles Sterben, oder?
Ich wäre sehr dankbar, wenn ich etwas Licht ins dunkel bekäme! Vielen Dank dafür- schon einmal im Voraus!
Gruß Doris