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leopoldi antwortete auf Frage zur Humangenetik
23 Apr. 2015 16:50
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    23 Oktober 2009
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Hujujui ... Chaostheorie, der Begriff gefällt mir, nach der richtet sich die Struktur in Kinderzimmern :wink:.
Ist der Gendefekt angeboren oder entsteht der erst im Laufe des Lebens ... Das würde mich auch interessieren. Ich geh davon aus, dass beides möglich ist? Man hat ja beim Myelom häufiger gehört dass im Krankheitsverlauf weitere Genveränderungen auftreten können. So hab ich auch bei einzelnen Medikamenten gelesen, dass diese genetische Veränderungen auslösen könnten, welche auch immer damit gemeint sind. Gilt das nicht auch für Strahlenbelastungen z.B?
Allerdings liegen diese Gendefekte beim Myelom ja in der Myelomzelle vor, dort auch oft nur in einem prozentualen Anteil. Moment ... geh ich dann richtig in der Annahme, dass die Veränderung erst eintritt? Sind die Myelomzellen nicht monoklonal?, d.h. stammen alle ursprünglich von EINER entarteten Zelle ab? Wenn es also Myelomzellen ohne Gendefekt gibt, wäre doch dieser erst im Laufe der Zellteilung beim fortschreitenden Myelom entstanden?
Mir ist diese Biologie zu hoch. Jedenfalls denke ich dass eine zytogenetische Untersuchung von Kindern bezüglich auf ein Myelom hinweisendes defektes Gen daran scheitert, dass ja keine erkrankten Zellen untersucht werden, da in dem Fall keine Myelomzellen vorhanden ...?

In diesem Sinne ... unsere Kinder sind gesund, denen liegt die Welt zu Füßen, basta.

Ach Carrie ... so einen ausführlichen zytogenetischen Befund hab ich nie zu Gesicht bekommen. Weiß nur dass man meinem Mann 2008, damals 44, speziell in Bezug auf die Translokation 4;14 ca. zwei bis drei Jahre Lebenserwartung gegeben hat. Zugegeben waren die Jahre kein Spaziergang. Aber die Erfahrung wächst. Velcade hat bei ihm bis vor kurzem hammermäßig gewirkt, man hat es dann nur nicht mehr ein weiteres Mal eingesetzt weil man's mit der Abstoßungsreaktion an der Lunge nach der allogenen Transplantation in Verbindung gebracht hat.
Du wirst sehen, in einigen Wochen geht es Deinem Mann schon wesentlich besser und die Zukunft sieht auch wieder ein klein bisschen rosiger aus. Ich wünsch Euch alles erdenklich Gute.

LGe
Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

Flo antwortete auf Frage zur Humangenetik
23 Apr. 2015 14:28
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Hallo Margret,

ja leuchtet ein, deine Erklärung ist schon verständlich.

Danke für deine Ausführungen

Viele liebe Grüße von
Flo

Margret antwortete auf Frage zur Humangenetik
23 Apr. 2015 14:07
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Hallo Flo,

du unterliegst einem Denkfelher:

Das Immunsystem ist nichts, was wir als "Paket" von Geburt an hätten und was sich im Lauf des Lebens verbraucht!

Das Immunsystem besteht - laienhaft ausgedrückt - aus 2 Systemen: Dem im Knochenmark gebildeten (was bei Knochenmarkserkrankungen eben geschädigt ist) und aus dem im Darm.

Beide Systeme werden erst im frühen Kleinkindstadium aufgebaut und lebenslang entwickelt und den Umweltbedingungen immer wieder angepasst. Eine nicht ganz saubere Umgebung mit vielen Reizen hilft, das Immunsystem aktiv zu halten (Kinder vom Bauerhof haben ein besseres Immunsystem als Sagrotan-behütete Großstadtkinder).

Beim MM ist die Zellenbildung im Knochenmark gestört; das zunehmende Lebensalter und die Chemotherapien tun ein übriges, um den Zellneuaufbau zu schädigen. Beides fühlt letztlich
dazu, dass nicht mehr genügend neue "gute" Zellen gebildet werden können und die "bösen" damit Überhand nehmen. (Warum "böse" Zellen eine stärkere Lebenskraft haben, ist eines der noch unerforschten Geheimnisse aller Krebserkrankungen.)

Es scheint sogar so zu sein, dass Kinderkrankheiten und ab und zu Infekte das Immunsystem eher stärken und anregen. Das Immunsystem merkt sich auch Feinde und entwickelt dagegen stärkere Abwehrkräfte - auf dieser Basis funktionieren ja Schutzimpfungen.

Es ist also nicht so, dass das System sich abbaut, sondern so, dass es sich durch die Krebserkrankung nicht mehr in ausreichender Zahl neu aufbaut.

Vielleicht konnte ich die Sache etwas erhellen.

Liebe Grüße,
Margret


Flo antwortete auf Frage zur Humangenetik
23 Apr. 2015 08:44
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joseph schrieb:

Irgendwann, wenn der Körper/Immunsystem ermüdet,

Liebe Grüsse

Joseph


Hallo Joseph,

wie Volker07 schon schreibt, könnte die Idee von dir, eine Möglichkeit sein, aber wann soll sich das Immunsystem ermüden.
Ich nehme jetzt mal mein Fall, bin ja wie du weisst ein (angeblicher) MGUS.

seit frühster Kindheit/Geburt:

Keine chronischen Krankheiten
Keine anhaltenden Infekte
Keine häufigauftretenden Infektionen
Keine Autoimmunerkrankungen usw.

Seit 15 Jahren in der Arbeit ohne einen Fehltag wegen Krankheit, da es keine Krankheit gab, nicht mal eine Grippe usw.


Seit meinem ca. 6 Lebensjahr eine Pollenallergie (Heuschnupfen) normale Behandlung (nie Cortison oder andere Hämmer bis jetzt).
Neurodermietis (Ausschlag) an den Beinen hängt wohl mit der Allergie zusammen.

Keine Fälle von einem MM oder einer anderen malignen Erkrankung in der Familie bekannt.

Wo sollte sich da das Immunsystem groß aufbrauchen?

Alle Blutwerte Top, bis auf den IgA Wert (von max 400 auf 576) und den IgE Wert (von max 100 auf 180).

Wo sollte sich da das Immunsystem groß aufbrauchen?

Gruß

Flo


Volker07 antwortete auf Frage zur Humangenetik
22 Apr. 2015 22:47
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Hallo Joseph,

deine Idee mit dem "Ermüden des Immunsystems" ist schon m.E. ziemlich gut. Nach meinem Kenntnisstand hat jedes Gen ein Reparatur Programm (sonst wären wohl alle Lebewesen schon längst verschwunden!), aber einmal "verbraucht" sich dieses Programm und es ist selbst der Mutation unterworfen. Aber wann dies alles eintritt, ist wohl noch nicht klar bekannt. Die Molekularbiologen arbeiten noch daran.
Beste Grüße
Volker

Volker07 antwortete auf Frage zur Humangenetik
22 Apr. 2015 22:35
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Lieber Rudi,

in der Nichtlinearen Dynamik (vulgo Chaostheorie) können sehr wohl identische Anfangsbedingungen zu einem chaotischen Verhalten führen. Die Unschärferelation ist eine Beobachtungsproblematik und hat erst einmal mit den Anfangsbedingungen in der NLD nicht zu tun.

Beste Grüße
Volker