Liebe pipo,
was Du beschreibst, ist eine der schwierigsten Aufgaben für den Patienten und seine Familie - die Balance zwischen den Extremen "Oh Gott, das Leben ist jetzt vorbei!" und "Wir tun so, als ginge die Krankheit uns nichts an!". Das erreicht man nicht in wenigen Wochen, das sind Lernschritte über Jahre und so ganz und perfekt geling es einem wohl nie... Der richtige Weg liegt wohl irgendwo in der Mitte - die Krankheit berücksichtigen, Therapien & Co ernst nehmen, auf dem jeweiligen Tageszustand Rücksicht nehmen und dennoch weiterleben und die noch möglichen Freuden des Lebens geniessen.
Ich habe aus diesem Forum eines gelernt: Es gibt nicht "das MM", es gibt eine Grunderkrankung mit den unterschiedlichsten Verlaufsformen und nichts ist 1:1 auf andere Patienten übertragbar. Eine große Herausforderung, den eigenen Weg in diesem Dschungel zu finden.
Die Diagnose ist bei Euch noch ganz frisch. Lasst Euch Zeit, sie zu verarbeiten. Und versucht, von Tag zu Tag zu planen: Den guten Tag zu geniessen und den schlechten einfach auszuhalten.
Alles Gute und liebe Grüße,
Margret