Hallo Joseph,
das Thema allogene SZT wurde angesprochen, vorerst aber noch nicht als präferierte Therapieoption eingeplant. Dies liegt daran, dass der Verlauf der Myelomparameter bei meiner Frau "plateauartig" ist, will heißen, bei Therapiepause oder am Anfang bei unzureichendem Ansprechen auf VCD pegelte sich der IgG-Wert immer auf einem Niveau ein, ohne zu- oder abzunehmen. Nur bei Einnahme Revlimid sinkt IgG deutlich.
Der Plan ist erstmal: autologe SZT mit anschließender Erhaltungstherapie (Revlimid?). Trotzdem läuft im Hintergrund schon eine Spendersuche bzw. wir meine Schwägerin HLA getestet. Unser Arzt sagt allerdings, dass der Nutzen und die Risiken einer allogenen SZT abgewogen werden müssen. Er selbst behandelt schon Jahrzente lang Myelompatienten und hat noch keinen Fall erlebt, bei dem ein Patient durch eine allogene SZT geheilt wurde. Ich kenne persönlich zwei weitere Myelompatienten, einer mit autologer SZT und eine mit allogener SZT. Beide hatten annähernd gleiche Rückfallzeiten (</= 1 Jahr). Die Mitpatientin mit allogener SZT hatte aber im Vergleich eine sehr schlechte Lebensqualität und viele Komplikationen.
Dennoch würde ich, wenn meine Frau das möchte, die allogene SZT nicht im vorhinein ausschließen wollen.
Gruß
Jan